Haubner: Vergebene Chance von Minister Stöger bei Mangelberufsliste

Mangelberufsliste unzureichend – Regionale Unterschiede müssen in Zukunft berücksichtigt werden – Minister Stöger ist nun gefordert

Wien (OTS) - „Die heute veröffentlichte Mangelberufsliste für das Jahr 2017 ist leider unzureichend. Neben 11 enthaltenen Berufen fehlen wichtige Berufe wie Köche, Kellner, Landmaschinenbauer, Schweißer oder Elektroinstallateure. Trotz den berechtigten Forderungen der Wirtschaft wurden diese vom zuständigen Sozialminister Stöger nicht in die Verordnung aufgenommen. Damit schadet man den heimischen Unternehmen und schafft Nachteile für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe, insbesondere im Tourismus. Minister Stöger hätte hier ein Zeichen setzen können, ignoriert aber weiterhin die Tatsache, dass viele Branchen verzweifelt Fachkräfte suchen“, kommentiert Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner die vom Sozialministerium veröffentlichte Fachkräfteverordnung für das Jahr 2017.

"Vor allem in den westlichen Bundesländern suchen die Betriebe qualifiziertes Personal. Es ist daher bedauerlich, dass der unterschiedliche Bedarf in den jeweiligen Bundesländern durch Minister Stöger nicht berücksichtigt wurde“, betont Haubner, der eine verstärkte regionale Betrachtung in der Mangelberufsliste fordert. Ein Grund seien strukturelle Ungleichgewichte auf dem heimischen Arbeitsmarkt. „Es gilt nun passende Antworten zu finden und rasch zu reagieren. Wir brauchen ein flexibles System, welches auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes und der Regionen eingeht“, ergänzt der Wirtschaftsbund-Generalsekretär.

„Minister Stöger ist nun gefordert mit den betroffenen Branchen Gespräche aufzunehmen um die Defizite der Verordnung rasch auszugleichen“, so Haubner. Insbesondere sei es notwendig rasche Lösungen für den Tourismus zu finden um dem Fachkräftemangel im Wintertourismus bei Köchen und Kellnern entgegenzuwirken. „Wenn wichtiges Personal nicht besetzt werden kann, wird es für die Betriebe schwieriger die erwartete Qualität zu erbringen. Das schadet dem Standort und unseren hohen Standards. Wir müssen unsere erfolgreichen heimischen Betriebe unterstützen und den Fachkräftemangel bekämpfen, damit sie weiterhin erfolgreich sein können“, hebt Haubner abschließend hervor.

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