FPÖ-Pisec: ÖVP soll Bibliothek und Lesesaal in der Wirtschaftskammer Wien wiederherstellen

Wien (OTS) - „Es ist ein Anachronismus, dass auf der einen Seite zig Millionen Euro für ein neues Innovationsstiftungsgesetz für Bildung ausgegeben werden und auf der anderen Seite schloss die ÖVP mit ihrer Bildungssprecherin Brigitte Jank die jahrhundertalte Bibliothek und den Lesesaal in der Wirtschaftskammer Wien“, kritisierte heute FPÖ-Bundesrat und Industriesprecher Mag. Reinhard Pisec, Obmann-Stellvertreter der Sparte Industrie in der Wiener Wirtschaftskammer.

„Auch die Bibliothekare wurden ihrer Position enthoben. Bildung benötigt eine entsprechende Infrastruktur, damit die Umsetzung von Wissen für Forschung, Wirtschaft und Bildung erst möglich werden kann. Gerade die Digitalisierung von Büchern und die Virtualisierung von Bibliotheken im Sinne von online reading, ist ein enormer Fortschritt für die Wissenschaft. Wenn die Wirtschaftskammer Wien unter der damaligen Präsidentschaft von Brigitte Jank 2012 meinte, die Generation von heute benötigt keine Bibliothek und keinen Lesesaal mehr, weil die Jugend ohnehin nicht mehr liest, dann zeigt dies von absoluter Unwissenheit und ist nur mit einem Kopfschütteln zu beantworten“, sagte Pisec.

„Wir fordern die ÖVP auf, die jahrhundertalte Bibliothek und den Lesesaal, die 2012 in dem denkmalgeschützten Gebäude entfernt wurden, wiederherzustellen, denn mit der Schließung ist der Wissenschaft eine wichtige Bibliothek abhandengekommen. Warum das Denkmalamt bis heute nicht eingeschritten ist und die Entfernung des Lesesaals mit dem jahrhundertalten Inventar überhaupt zugelassen hat, ist bis heute eine offene Frage. Daher darf man sich auch nicht wundern, warum die Pisa-Studie für Österreich einen entsprechenden negativen Verlauf zeigt, wenn interessierten Lesern der Zugang zu Büchern genommen wird“, so Pisec.

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