Neues Volksblatt: "Reden" von Markus EBERT

Ausgabe vom 22. Dezember 2016

Linz (OTS) - Sind Gemeinde-Zusammenschlüsse das Allheilmittel, und wenn ja, wofür eigentlich? Sind Groß-Gemeinden finanziell besser gestellt, locken sie mehr Betriebe an, bremsen Fusionen die Landflucht? Wie man sieht, gibt es auf eine simple Frage nicht nur keine simple Antwort, vielmehr entstehen neue Fragen.
Wobei: Dass die Apologeten der reinen Fusionslehre nicht mehr auf der Höhe der Zeit agitieren, lässt sich schon behaupten. Denn der Zug der Zeit fährt nachweislich in Richtung Kooperation, und das nicht erst seit gestern. Jüngstes Beispiel: Der Gemeindeverband INKOBA Salzkammergut Nord, dessen erste Tat die Standortsicherung — und damit damit Sicherung von 320 Jobs — von zwei wichtigen Betrieben ist. Dass sich die Stadt Wels und die Umlandgemeinden der Messestadt nun auch an einen (Entwicklungs-)Tisch setzen, ist ein weiterer Beleg dafür, dass die gelebte Praxis in Oberösterreich weiter ist, als manche glauben.
Was natürlich nicht heißt, dass das Thema Fusionen nun vom Tisch ist. Sowohl Aigen und Schlägl als auch Rohrbach und Berg haben alleine schon aufgrund der geografischen Verhältnisse vernünftigerweise zueinandergefunden, wenngleich in einem durchaus fordernden Prozess. Und das ist genau der springende Punkte: Ohne faktenbasierte Argumentation wird das eine wie das andere nicht entstehen und auch nicht funktionieren. Reden statt verordnen muss die Devise lauten.

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