Bundesrat – Blatnik/Grimling: 750 Millionen Euro für den Ausbau von Ganztagsschulen

Im Jahr 2016 wurden wichtige Schritte zu einer Reform des Bildungswesens gesetzt

Wien (OTS/SK) - „Mit dem vorliegenden Bildungsinvestitionsgesetz wird bis 2025 ein flächendeckendes Angebot an ganztägigen Schulformen geschaffen“, so SPÖ-Bundesrätin Elisabeth Grimling heute, Mittwoch, im Bundesrat. Gemeinsam mit dem im Juni beschlossenen Schulrechtsänderungsgesetz wurden somit die „ersten großen Umsetzungsschritte zur Reform des österreichischen Bildungswesens gesetzt“, bilanziert Grimling. „Der Bund nimmt für diese Investitionen 750 Millionen Euro in die Hand. Rund 88.000 Schülerinnen und Schüler werden einen besseren Zugang zu Bildung und Betreuung bekommen.“ ****

Auch SPÖ-Bundesrätin Ana Blatnik unterstrich die Notwendigkeit einer solchen Investitionsoffensive in der Bildung: „Es ist wichtig einen Schritt in Richtung eines zeitgemäßen Schulsystems zu gehen, das den Ansprüchen und Anforderungen gerecht wird. Die Gesellschaft hat sich geändert, unser Bildungssystem muss dies ebenfalls tun.“ Für Blatnik geht es darum, den Schülerinnen und Schülern mehr Zeit zu geben. „Aufgaben und Lerneinheiten können in der Schule erledigt werden und nicht - so wie es jetzt oft vorkommt - am Abend, wenn die Eltern nach Hause kommen“, erklärte Blatnik, die auf die hohen Summen, die für Nachhilfe ausgegeben werden, aufmerksam machte. Alles in allem biete die Ganztagsschule eine große Bandbreite an Vorteilen und auch BildungsforscherInnen bestätigen, dass SchülerInnen in Ländern mit Ganztagsschulen als Regelform beim Leistungserfolg besser abschneiden.

Grimling erklärte dazu: „Schülerinnen und Schüler – gerade auch aus sozial schwächeren Familien – erhalten ein optimales Lernumfeld, werden individuell unterstützt und gefördert und können so ihre Leistungen steigern.“ Der Ausbau ganztägiger Schulformen hat auch eine wichtige frauenpolitische Komponente: „In Österreich arbeiten rund die Hälfte der Frauen in Teilzeit. Laut Statistik Austria gibt davon die Hälfte an, dass Betreuungspflichten oder andere familiäre Gründe ausschlaggebend dafür sind.“ Der Bedarf an ganztägiger schulischer Betreuung übersteige also deutlich das bestehende Angebot. (Schluss) sc/pm

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