NEOS: Einkommensbericht zeigt deutlich das Problem der Teilzeitfalle

Gamon / Loacker: „Anreize zur Teilzeitarbeit sorgen für niedrige Löhne und Altersarmut“

Wien (OTS) - „Gender Pay Gap und weibliche Altersarmut sind in Österreich hausgemacht,“ fasst NEOS-Rechnungshofsprecherin Claudia Gamon den heute veröffentlichten Einkommensbericht 2016 zusammen. Durch die massiv steigende Zahl der Teilzeitbeschäftigten – darunter 82 Prozent Frauen – sinken die Einkommen und die Frauenpensionen bleiben niedrig. „Es werden weiterhin falsche Anreize gesetzt, die lange Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitbeschäftigung insbesondere für Frauen attraktiv machen. Dass dies zu niedrigen Einkommen und zu einer noch niedrigeren Pension führt, wollen SPÖ und ÖVP aber nicht hören. Wir müssen es endlich schaffen, die Inaktivitätsfallen im Steuer- und Abgabesystem zu beseitigen“, zeigt sich Gamon überzeugt.

Auch NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker sieht ein zentrales Problem darin, dass Teilzeit die Armutsfalle schlechthin ist und alle Anreize für Inaktivität beseitigt werden müssten. „Dazu zählt vor allem die Negativsteuer. Sie gehört in ihrer jetzigen Form abgeschafft. Sie muss stattdessen an ein Mindestarbeitsausmaß geknüpft werden, um die gegenwärtige Subvention qualifizierter Teilzeitarbeit im Niedriglohnbereich zu verhindern. Dies darf allerdings nicht dazu führen, dass insgesamt die Steuerlast steigt, denn die Effekte der sogenannten 'Steuerreform' verpuffen bereits jetzt.“, betont Loacker.

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