NEOS zu Arbeitszeitverkürzung: Stöger versteht erneut nicht, wie Wirtschaft funktioniert

Gerald Loacker: „Die Arbeit von Fachspezialisten kann man nicht auf Hilfsarbeiter umverteilen.“

Wien (OTS) - Dem heutigen Vorschlag von Sozialminister Alois Stöger, die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich gegen einen 12-Stunden-Tag tauschen zu wollen, stößt bei NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker auf starke Kritik:
„Grundsätzlich ist es ja begrüßenswert, dass die SPÖ offenbar eine Arbeitszeitflexibilisierung nicht mehr kategorisch ablehnt. Wenn Stöger aber glaubt mit einer Wochenarbeitszeit von 36 Stunden die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, zeigt das nur einmal mehr, dass er nicht versteht, wie Wirtschaft funktioniert.“ Immerhin gibt es so viele offene Stellen wie noch nie. Wenn gleichzeitig die Arbeitslosigkeit hoch ist, zeige dies nur, dass das Arbeitskräfteangebot nicht zur Nachfrage passt. Loacker sieht darin unter anderem einen Beleg dafür, dass die Ausbildungsmaßnahmen des AMS am Bedarf vorbei gehen - eine Arbeitszeitverkürzung nutzt hier nichts.

Mit seinem Vorschlag würde der Sozialminister nur erreichen, den Fachkräftemangel weiter zu verstärken. „Wenn unsere Fachkräfte jede Woche ein paar Stunden weniger arbeiten, wird die Situation noch schlimmer. Die Arbeitsstunden von Spezialisten wie Ärzte, Elektronikentwicklern oder Konstrukteuren kann auch Stöger nicht auf arbeitslose Hilfsarbeiter aufteilen. So funktioniert der Arbeitsmarkt nicht“, schüttelt Loacker den Kopf über Stögers Bild von wirtschaftlichen Zusammenhängen.

„Was wir brauchen, ist eine Flexibilisierung der Arbeitszeit. Auf Betriebsebene müssen Lösungen ermöglicht werden, die für Arbeitnehmer und Arbeitgeber praktikabel sind und beide weitgehend zufrieden stellt“, ist Loacker überzeugt. Auch brauche es Entbürokratisierung:
„Die ständig wachsende Zahl an Vorschriften macht Kontrollen durch Arbeitsinspektorat und GKK für jeden Betrieb zur unnötigen Tortur. Genau hier sollte der Sozialminister ansetzen statt sinnlose Vorschläge zu machen.“

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