Industrie: Eingeleitete Reformen im Bildungssystem rasch und konsequent umsetzen

IV-GS Neumayer: Höheres Maß an MINT-Begeisterung an den Schulen schafft Basis für bessere Leistungen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich

Wien (OTS) - „Auch wenn Österreich in Mathematik immer noch über dem OECD-Schnitt liegt, haben wir dennoch dringenden Handlungsbedarf in unserem Bildungssystem. Die beschlossenen Maßnahmen der Bildungsreform müssen rasch und konsequent umgesetzt werden“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer anlässlich der heutigen Aussagen von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid. Für ein Land wie Österreich, dessen Wohlstand zu zwei Drittel auf Forschung, Technologie und Innovation beruhe und welches sich zum Ziel gesetzt habe, zum Europäischen „Innovation Leader“ aufzusteigen, „ist Durchschnitt einfach zu wenig. Insbesondere ein höheres Maß an MINT-Begeisterung an den Schulen schafft die Basis für bessere Leistungen der Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Dies ist Grundvoraussetzung für mehr Technikaffinität in der Gesellschaft und einen geglückten Sprung in die Innovationsgesellschaft von morgen“, so Neumayer.

Potenzial für Spitzenleistungen ausschöpfen
„Die Bundesregierung hat mit dem Ausbau der Ganztagsschulen und dem Autonomiepaket bereits wichtige Reformen eingeleitet. Dieser Weg muss im Interesse der Schülerinnen und Schüler entschlossen weitergegangen werden. Es braucht eine grundlegende Bildungsreform, Stückwerk wird den Herausforderungen von morgen nicht gerecht“, so der IV-Generalsekretär. Die PISA-Ergebnisse hätten gezeigt, dass Österreich in einer Durchschnittsfalle gefangen ist, aus der wir uns befreien müssen. Dass die Schülerinnen und Schüler in allen drei Testgebieten an Terrain verloren hatten und in Lesen signifikant unter dem OECD-Durchschnitt lagen, ist ein „echtes Alarmsignal“. „Auch das Potenzial für Spitzenleistungen wird in Österreich zu wenig ausgeschöpft: Nur 15 Prozent der Schülerinnen und Schüler gehören in zumindest einem Testgebiet zu den Leistungsstarken. Damit sind die Spitzengruppen in Österreich schlichtweg zu klein. Hier müssen wir dringend gegensteuern“, warnt Neumayer.

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