ÖGB-Anderl zum internationalen Tag der Menschenrechte: EU-Sparpolitik geht zu Lasten sozialer Grundrechte

Einkommen für menschenwürdiges Leben

Wien (OTS) - „Die EU braucht dringend einen Kurswechsel. Die Sparpolitik ist schlecht für Europa, vor allem aber schlecht für die Menschen. Ein Beweis dafür ist zum Beispiel Griechenland: Seit Jahren gibt es kein funktionierendes Sozialsystem, viele Menschen können medizinische Hilfe nicht mehr in Anspruch nehmen und haben kein Einkommen, das ein menschenwürdiges Leben ermöglicht“, betont Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, anlässlich des Internationalen Tages für Menschenrechte, der morgen, 10. Dezember, begangen wird. „Europa braucht einen Anstieg seiner Löhne statt der von der EU praktizierten Eingriffe in die Kollektivvertragssysteme der Mitgliedsstaaten und soziale Grundrechte müssen Vorrang vor wirtschaftlichen Freiheiten haben.“ Um den Druck auf Brüssel zu erhöhen starteten ÖGB, AK und der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB/ETUC) eine Online-Kampagne, damit sich jede/r mit wenigen Klicks an der Konsultation zu der geplanten „Europäischen Säule sozialer Rechte“ der EU-Kommission beteiligen kann:
http://socialrightsfirst.eu/de

Gegen Gewalt an Frauen

Mit dem 10. Dezember geht auch die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ zu Ende. „Es sind meistens Frauen, deren Menschenrechte verletzt werden. Tagtäglich erfahren sie Gewalt, in vielen Ländern der Welt werden ihre Rechte mit den Füßen getreten. Wir müssen uns verstärkt dafür einsetzen, dass Mädchen und Frauen ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben führen können und wir dürfen nicht müde werden, auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen“, betont Anderl.

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Kommunikation
Amela Muratovic
01/534 44-39262
0664-886 286 52

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002