St. Nikolausstiftung: Das Fest des Hl. Nikolaus als ein Appell für Solidarität

Wien (OTS) - Als kirchliche Trägerorganisation von Kindergärten und Horten ist der St. Nikolausstiftung das Feiern von Festen im Jahreskreis ein wichtiges Anliegen. Die Vermittlung von Werten wie Solidarität, Nächstenliebe und Unterstützung ist ein elementarer Bestandteil des Bildungsalltags.

In der Vorweihnachtszeit spielt das Fest des Hl. Nikolaus eine zentrale Rolle. Doch wer ist der Hl. Nikolaus? Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals Teil des römischen, später des byzantinischen Reichs, heute der Türkei. Er war der Legende nach ein Mann, dem besonders die schutzbedürftigen Menschen ein Anliegen waren. Er unterstützte sie tatkräftig, ohne ihr Verhalten zu bewerten oder seine Tat an eine moralische Verpflichtung zu koppeln.

Und genau das soll das jährliche Gedenken an den Hl. Nikolaus jede und jeden von uns mahnen.

Denn „Heilige“ sind nicht bloß – wie in diesem Fall – Geschenkebringer und Garanten für eine stimmungsvolle Vorweihnachtszeit. Sie sind moralische Instanzen, denen es um Gerechtigkeit und soziales Engagement ging. Sie setzten sich für Menschen ein, die nicht genug vom und zum Leben hatten, die verzweifelt und in Not waren.
Würde Nikolaus heute leben und wirken, würde er sich auch für benachteiligte Menschen einsetzen. Vielleicht würde man ihn „Gutmensch“ nennen. Und er wäre wohl nicht überall willkommen.

Das Fest des Hl. Nikolaus feiern

Gemeinsam mit den Kindern wird daher jedes Jahr im Kindergarten die Legende des Bischofs besprochen und umgelegt, wie auch sie im Sinne des Hl. Nikolaus für andere da sein können.

„Aber das oberste Prinzip ist, der Nikolaus darf keine Angst machen! Das bedeutet auch, dass die Verhaltensweisen der Kinder nicht moralisch beurteilt werden und dass eine den Kindern bekannte Person – oder auch ein Kind selbst – den Nikolaus spielt. Der Nikolausdarsteller oder die Nikolausdarstellerin verkleidet sich vor den Kindern und wird auch von den Mädchen und Buben dabei unterstützt“, erklärt Susanna Haas, pädagogische Leiterin der St. Nikolausstiftung. Auch wenn die Kinder die Verwandlung miterleben, bedeutet das nicht die Entzauberung des Moments. „Dafür ist die magische Phase verantwortlich, in der sich die Kindergartenkinder befinden. Sobald der Nikolaus verkleidet ist, ist es der Nikolaus“, stellt Haas klar.

Die Kindergärten der St. Nikolausstiftung werden von vielen Kindern mit unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten besucht, beim Feiern von Festen stehen die Gemeinsamkeiten im Vordergrund. Ziel ist, allen Kindern die Freude am Fest zu vermitteln und damit Werte wie Solidarität, Unterstützung und Nächstenliebe erlebbar zu machen. „Im Kindergarten – als erste Bildungseinrichtung – kommen viele Mädchen und Buben das erste Mal mit verschiedenen Religionen und Kulturen in Kontakt. Und genau hier liegt die Chance, Offenheit und Respekt im Umgang miteinander zu lernen. Feste wie das des Hl. Nikolaus tragen einen wesentlichen Teil zum Verständnis einer Kultur bei und sind daher für alle Kinder eine Bereicherung“, verweist Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung auf immer wiederkehrende Religionsdebatten im Kindergarten.

Die St. Nikolausstiftung hat für Eltern und Interessierte eine Broschüre herausgegeben mit Informationen zur Gestaltung des Nikolausfestes im Kindergarten bzw. daheim.

Gratis Download unter: nikolausstiftung.at (Service/Für Eltern/Downloads)

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