„Stadt in der Stadt“

Wien (OTS) - Die Hofburg Wien ist der größte profane, zusammenhängende Gebäudekomplex Europas und wird als „Stadt in der Stadt“ bezeichnet. Alle Lebensbereiche (Arbeit, Bildung, Freizeit, Kultur oder Wohnen) sind hier vertreten. Das touristische, wirtschaftliche und kulturelle Potenzial dieser unbekannten „Stadt in der Stadt“, v.a. auch der zugehörigen Außenanlagen, wird aber derzeit nicht ausgeschöpft. Seit 2012 setzt der Eigentümervertreter, die Burghauptmannschaft Österreich (BHÖ) gezielt Maßnahmen, um dieses Potenzial zu nutzen.

Die Hofburg als Sehnsuchtsort
Die Hofburg Wien kann laut einer durchgeführten Studie von Dr. Christian Mikunda drei Hochgefühle bedienen: GLORY, JOY und DESIRE Das Areal ist ein Sehnsuchtsort, der für Imponieren, Spielen und „Verborgenes entdecken“ steht. Die Prunksäle und die Fassaden am Michaelerplatz und die Neue Burg sind Beispiele für Imponieren. Der Heldenplatz und der Burghof, aber auch die Ballsäle stehen für das Spielen. Die Keller und die Dachböden, aber auch der Altar im Ahnensaal sind Beispiele für das Geheimnisvolle und Unbekannte in der Hofburg Wien – für das Entdecken von Verborgenem. „Wir wollen den BesucherInnen, die Möglichkeit geben ihren Sehnsüchten zu folgen und die ‚Stadt in der Stadt‘ in ihrer Vielfalt kennenzulernen,“ führt Burghauptmann HR Mag. Reinhold Sahl aus.

Das Europäische Kulturerbe-Siegel
Die Hofburg Wien hat 2016 das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. „Die Auszeichnung würdigt die Bedeutung des Areals in der Vergangenheit und Gegenwart und ist gleichzeitig Auftrag für die Zukunft, diese Bedeutung v.a. an Jugendliche stärker zu vermitteln,“ so Burghauptmann Sahl. Das Siegel wird an Stätten verliehen, welche außerordentliche Projekte beim Betrieb und Bewirtschaftung von historischen Kulturerbe-Stätten umsetzt. Die Hofburg Wien hat die Auszeichnung für die Vermittlung der Bedeutung erhalten und erbringt unter anderem folgende Maßnahmen:
• Orientierungs-App Hofburg Wien: erste Orientierung im Areal mit Darstellung von Highlights innerhalb des Areals;
• Thematische Wege-App Hofburg Wien, beispielsweise „Vergnügungsviertel Hofburg“,
„Bomben. Beschüsse. Bürgerproteste.“, „Verkehr, Infrastruktur und die Menschen dahinter“ oder „Die Hofburg im Spiegel von Kunst und Literatur“;
• Thematische Führungen im Areal („Spielen“), wie im Keller oder am Dachboden (beides zum Thema „Verborgenes entdecken“);
• Modernisierung des Leitsystems innerhalb des Hofburg-Areals (basierend auf einer Analyse des Informationsbedarfs und der Geolokalisierung dieses Bedarfs).

Das Europäische Jahr des Kulturerbes 2018
Ein weiteres, wesentliches Ereignis ist das von der Europäischen Kommission für 2018 vorgeschlagene Europäische Jahr des Kulturerbes. Für 2018 werden daher verschiedene Veranstaltungen für die und in der Hofburg Wien geplant. Dazu zählt auch der 7. Europäische Kongress über die Nutzung, Bewirtschaftung und Erhaltung historisch bedeutender Gebäude
– der „Heritage-Kongress 2018“, der von der Burghauptmannschaft Österreich angestoßen wurde und jährlich in Kooperation mit der ÖGNI – durchgeführt wird. „Der Kongress setzt sich jedes Jahr mit einem anderen Schwerpunkt auseinander, vernetzt internationale Experten und ermöglicht einen Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis“, freut sich ÖGNI Gründungspräsident Philipp Kaufmann bereits auf den nächsten Heritage-Kongress. Als Thema wurde für 2018 „Der Nutzen unseres Kulturerbes“ festgelegt.

Schwerpunkte der bisherigen bzw. geplanten Kongresse:

  • Volkswirtschaftlicher Nutzen von historischen Gebäuden (2012)
  • Energieeffizienz in historischen Gebäuden (2013)
  • Barrierefreiheit in historischen Gebäuden (2014)
  • Adäquate Nutzungskonzepte für historische Gebäude (2015)
  • Finanzierung von historischen Gebäuden (2016)
  • Potenziale von Digitalisierung für historische Gebäude (geplant, 2017)
  • Der Nutzen unseres Kulturerbes (geplant, 2018)

Anlässlich des Europäischen Jahres des Kulturerbes 2018 werden zu ausgewählten Terminen Führungen zu den Themen „Spielen“ und „Verborgenes entdecken“ angeboten, die es ermöglichen die Hofburg Wien als „Stadt in der Stadt“ nachhaltiger zu vermitteln und zu positionieren. Geplant sind beispielsweise Führungen zu:
• Imponieren: `Die Macht zu Lande und zu Wasser – Was die Brunnen der Hofburg Wien erzählen´
• Spielen: `Die Spiele der HerrscherInnen und der BürgerInnen – Spielplätze in der Hofburg´
• „Verborgenes entdecken“: `Original-Dachstühle aus 6 Jahrhunderten´ oder `Zeitlose Dachstühle – Auszeit und Arbeitszeit´

Es werden noch weitere Maßnahmen zur Feier des Europäischen Jahr des Kulturerbes überlegt, diese sind aber noch in der Planungsphase. Zusätzlich wurde der Burghauptmann HR Mag. Reinhold Sahl eingeladen, an der deutschen Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Kulturerbe-Jahres teilzunehmen. Diese Erfahrungen fließen in die Vorbereitung der eigenen Aktivitäten ein.

Vorstellung Hofburg Wien
Die Hofburg Wien wurde unter Ferdinand I. im 16. Jht. zur Kaiserlichen Residenz. Seit damals ist das Gebäude Sitz des Herrschers bzw. der Staatsführung Österreichs. In den letzten zwanzig Jahren wurden viele Einrichtungen (Kunsthistorisches Museum, Naturhistorisches Museum, Albertina, Österreichische Nationalbibliothek, Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft mit dem Sisi-Museum, Spanische Hofreitschule etc.), welche die Hofburg Wien nutzen, ausgegliedert und betreiben ihr eigenes, auf die jeweilige Einrichtung bezogenes Marketing. Daher ist der Gebäudekomplex auch nicht als Ganzes sichtbar.
Daten & Fakten zum Komplex Hofburg Wien:

  • Bruttofläche: 24ha
  • Räume: 2.600
  • Trakte: 18
  • Höfe: 19
  • Stiegen: 54
  • Nutzerinnen: rund 2.200
  • Beschäftigte: über 5.000
  • Besucher pro Jahr: ca. 20 Mio (inkl. der Personen, die die Hofburg Wien durchqueren)

Vorstellung Burghauptmannschaft Österreich
Die Burghauptmannschaft Österreich (BHÖ), eine nachgeordnete Dienststelle des Bundes- ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, ist für das gebaute kulturelle Erbe der Republik Österreich zuständig. Etwa 65 bedeutende und einzigartige historische Bauwerke, wie z.B. Hofburg Wien, Hofburg zu Innsbruck, Schloss Schönbrunn, Tiergarten Schönbrunn werden durch die BHÖ verwaltet. Die Geschäftsfelder der BHÖ:

  • „Nachhaltige Erhaltung des kulturellen Erbes der Republik Österreich“
  • „Nachhaltige Bewirtschaftung des kulturellen Erbes der Republik Österreich“ (größte Hausverwaltung innerhalb der Bundesverwaltung)
  • „Nachhaltiger Kultur- und Tourismusbetrieb im kulturellen Erbe der Republik Österreich“ (z.B. Museumsbetrieb in der Hofburg zu Innsbruck, Bundesbad Alte Donau, Veranstaltungsbetrieb in der Hofburg Wien und Hofburg Innsbruck) Durch die baulichen Maßnahmen trägt die BHÖ maßgeblich zur Erhaltung des Stadtbildes – insbesondere in Wien und Innsbruck – bei, wodurch der Städtetourismus positiv beeinflusst wird. Historisches Erbe und kulturelle Vielfalt bilden wichtige Grundpfeiler im Städtetourismus.

Kontakt:
Mag. Gerald Wagenhofer
+43 1 53649-814600
wagenhofer.gerald@burghauptmannschaft.at www.burghauptmannschaft.at

Vorstellung ÖGNI
Die ÖGNI ist der Motor der nachhaltigen Bau- und Immobilienwirtschaft und prägt in Österreich den Paradigmenwechsel hin zur Nachhaltigkeit. Der Verein schafft Rahmenbedingungen für eine inhaltliche Etablierung des Gedankens der Nachhaltigkeit bei allen Stakeholdern der Bau- und Immobilienbranche in Österreich.
Deren Mitglieder treiben das nachhaltige Bauen, Betreiben und Nutzen von Lebensräumen wesentlich voran und bekennen sich zur Nachhaltigkeit bzw. zu nachhaltigem Handeln. CSR wird auf allen Stufen umgesetzt. Nachhaltigkeit wird umfassend mit dem 3-P-Ansatz bei Personen, bei Prozessen und bei den Produkten (Immobilien) gelebt.

Kontakt:
Franz Waglhuber
+43 1 9971809 514
philipp.kaufmann@ogni.at www.oegni.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Gerald Wagenhofer
+43 1 53649-814600
wagenhofer.gerald@burghauptmannschaft.at www.burghauptmannschaft.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAB0001