„Thema“ am 5. Dezember: Familiendrama – Sechs Tote in Schildberg

Außerdem: Kinder für das Vaterland – Das Schicksal der Lebensborn-Kinder

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 5. Dezember 2016, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Familiendrama: Sechs Tote in Schildberg

Ihre drei Kinder, ihren Bruder und ihre Mutter – sie alle tötet Martina R., bevor sie Selbstmord begeht. Im Ortsteil Schildberg der Marktgemeinde Böheimkirchen herrscht Entsetzen. Möglicherweise hatte die 35-jährige Martina R. die Tat geplant. Schon Tage zuvor soll die Mitarbeiterin eines Großmarktes ihre Kinder für die nächsten Tage in der Schule entschuldigt haben. Ihre krebskranke Mutter sei gestorben, sagte sie der Volksschuldirektorin. Gerüchte, dass Martina R. finanzielle und psychische Probleme gehabt haben soll, machen in Schildberg die Runde. Alle drei Kinder von Martina R. waren im sozialpädiatrischen Zentrum Sonnenschein in St. Pölten in Therapie. Dort ist man tief betroffen. „Martina R. war eine Mutter wie viele andere auch“, heißt es. Der Vater der Kinder lebt in Wien. Kontakt zur Familie hatte er offenbar keinen. Was hat die 35-jährige Martina R. dazu gebracht, ihre Familie auszulöschen? Markus Stachl berichtet.

Kinder für das Vaterland: Das Schicksal der Lebensborn-Kinder

Es ist ein fast vergessenes Kapitel des „Dritten Reichs“: Die Geburt und Erziehung von Kindern in Heimen, denen Heinrich Himmler, „Reichsführer SS“, den Namen „Lebensborn“ gab. Ursprünglich wollte er damit Abtreibungen bei ledigen Frauen verhindern. In den „Lebensborn-Heimen“ durften nur jene Frauen ihre Kinder zur Welt bringen, die den Vorstellungen des Nationalsozialismus äußerlich und ideologisch entsprachen. Die Eltern von Henriette Strecha passten perfekt ins Bild. „Mein Vater war SS-Offizier, meine Mutter KZ-Aufseherin im Lager in Ravensbrück. Und sie war sicher eine sehr, sehr gute Nationalsozialistin“, sagt die 74-Jährige. Sie wurde im „Lebensborn-Heim Wienerwald“ geboren. Ihre Eltern hat sie nie kennengelernt. Auch der Schauspieler Heinz Fitz ist ein Lebensborn-Kind. Seine Mutter ist Norwegerin, der Vater war 1941 als SS-Offizier dort stationiert. Als die Mutter schwanger wird, schickt der Vater sie in ein „Lebensborn-Heim“ nach Österreich. Wie gehen die ehemaligen „Lebensborn-Kinder“ mit ihrem Schicksal um? Christoph Bendas berichtet.

Behindert – na und?

„Inklusion bedeutet für mich, dass man einfach Mensch ist. Es ist wurscht, wer du bist und wie du bist“, erklärt Iris Kopera, „du gehörst einfach dazu!“ Die 38-Jährige ist von Geburt an intellektuell beeinträchtigt. Das hindert sie aber nicht daran, selbstbewusst und selbstbestimmt zu leben – und für andere da zu sein. Im „Selbstvertreter-Zentrum“ in Wien haben sich Menschen mit Lernschwäche, wie sie sich selbst bezeichnen, zusammengetan, um sich gegenseitig zu unterstützen und nach außen hin zu vertreten. Es ist eines der Projekte, die mit dem ersten Österreichischen Inklusionspreis ausgezeichnet wurden. Christoph Seibel berichtet.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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