Wr. Gemeinderat – Laschan (SPÖ): Moderne Gesundheitsplanung in Wien Realität

Müssen das ausgezeichnete Wiener Gesundheitswesen gemeinsam für die Zukunft weiterentwickeln

Wien (OTS) - „Österreichweit hat man sich schon 2013 auf eine gemeinsame, moderne Gesundheitsplanung geeinigt. Aber nur die Stadt Wien hat sie gemeinsam mit der WGKK und anderen Krankenkassen unmittelbar finanziert und umgesetzt“, sagt SP-Abgeordnete Claudia Laschan in der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderats. Hier sind Projekte wie „Alkohol 2020“, Frühförderungszentren oder ein regionaler Strukturplan zu nennen. „Wir wollen nicht nur im stationären, sondern auch im ambulanten Bereich planen.“ Voraussetzung dafür sei, so Laschan, eine ambulante Dokumentation.

„Die Welt, wie sie einmal war, steht nicht mehr zur Wahl“, plädiert die Gemeinderätin für ein gemeinsames, zukunftsorientiertes Vorgehen in der Gesundheitspolitik und unterstreicht die Vorbildwirkung Wiens:
„Das Dialysezentrum Donaustadt wurde 2009 in Zeiten echten medizinischen Notstands von Stadt und WGKK auf die grüne Wiese gestellt. Das gibt es in keinem anderen Bundesland. Die zahnärztliche Versorgung von behinderten Menschen, Kinderambulanzen, die Krankenhäusern wie dem AKH oder KFJ vorgeschaltet sind – das wurde schon umgesetzt.“

Niederschwellige Versorgung in Wien für ganz Ostösterreich

Der von VP-Seite skizzierte „Hausarzt als Gesundheitslotse“, sei schon lange nicht mehr Realität. Tatsächlich würden viele Menschen gleich FachärztInnen oder Spitalsambulanzen aufsuchen, weil dort umfassende Diagnostik möglich sei. „Auch ein Lotse sagt: Gehen Sie ins Spital“, erklärt Laschan. „Die Anforderungen einer Großstadt sind eben ganz andere als auf dem Land. In Wahrheit versorgt Wien ganz Ostösterreich, was komplizierte Erkrankungen angeht. So schlecht kann das Gesundheitssystem also nicht sein.“ Die niederschwellige Versorgung auf dem Gelände des ehemaligen Kaiserin-Elisabeth-Spitals, die im Zielsteuerungsvertrag zwischen Stadt und Kasse festgelegt wurde, sei aufgrund fehlenden Willens der Ärztekammer aber noch immer nicht umgesetzt worden.

Zur elektronischen Gesundheitsakte äußerte sich Laschan positiv. „ELGA ist wichtig für die PatientInnen. Aber es braucht eine zusätzliche Detaillierung. Als Spezialistin muss ich sehen, ob jemand anderer schon die Befunde gesehen hat, um reagieren zu können.“ Beim Thema seltener Erkrankungen sei es notwendig, dass man teure Therapien auf mehrere Einrichtungen aufteile. „Ein Spital darf nicht alleine alle behandeln und dann pleite gehen“ mahnt Laschan.

„Im ambulanten Bereich wird es im Spital und bis 2018 auch bei Niedergelassenen Leistungserfassungen geben, damit die Leistungserbringung effizienter gesteuert werden kann. Das ist vor allem im Sinne der Patientinnen und Patienten“, so Laschan. Abschließend mahnt die Abgeordnete mehr Sachlichkeit und Wertschätzung gegenüber den im Gesundheitswesen Beschäftigten ein:
„Unser Ziel ist, dass wir das ausgezeichnete Wiener Gesundheitswesen weiterentwickeln, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.“

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