Schwentner fordert Rechtsanspruch auf Papamonat

Grüne: Mit Karmasins Väterbeteiligungs-Kampagne wurde Chance vertan

Wien (OTS) - Anlässlich der heute präsentierten Kampagne von Familienministerin Karmasin für mehr Väterkarenz ist Judith Schwentner, Familiensprecherin der Grünen überzeugt: „Die beste Kampagne für mehr Väterbeteiligung, wäre ein Papamonat mit Rechtsanspruch und guter finanzieller Absicherung.“ Damit könnte Ministerin Karmasin den Vätern ein klares Signal geben, dass sie ein Recht darauf haben, sich an der Familienarbeit zu beteiligen und dies vom Staat auch erwünscht und unterstützt wird.

Mit der heuer beschlossenen Reform des Kinderbetreuungsgeldes hat die Regierung leider eine große Chance verpasst um Geschlechterverhältnisse in Familien nachhaltig zu beeinflussen. In Punkto Rechtsanspruch konnte sich die Regierung nicht einigen. Der Anteil, der im Kinderbetreuungsgeld für Väter vorgegeben ist, wurde kaum erhöht.

„Väter wollen sich beteiligen. Aber sie tun es nur dann, wenn es ihren Familien finanziell nicht schadet“, stellt Schwentner fest und sagt weiter: „Der Papamonat wird ein Wunschkonzert bleiben, solange Väter keinen Rechtsanspruch haben und die 700 Euro des Papamonats vom weiteren Kinderbetreuungsgeld wieder abgezogen werden.“

„Wir werden das neue Kinderbetreuungsgeld-Konto und die Instrumente für mehr Väterbeteiligung sehr gut beobachten und uns weiterhin für Verbesserungen im Interesse der Väter einsetzen. Denn langfristig muss es unser aller Ziel werden, dass sich die beruflichen Auszeiten von Männern und Frauen allmählich angleichen und sich beide Elternteile damit gleichermaßen an der Familienarbeit beteiligen können“, sagt Schwentner.

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