Verletzungen von Menschenrechten können verhindert werden: Eine neue Publikation zeigt Wege auf

Volksanwaltschaft initiierte Forschungsprojekt zur Prävention in Pflegeheimen und psychiatrischen Abteilungen

Wien (OTS) - Jüngste Berichte über Missstände in einem Pflegeheim machen eines deutlich: Gewalt kommt leider auch in der Pflege vor. Aber lassen sich Fälle von unmenschlicher Behandlung verhindern? Ein aktuell veröffentlichter Forschungsbericht geht dieser Frage nach und untersucht Möglichkeiten, Risiken zu identifizieren und Gefahren möglichst auszuschalten. Die Volksanwaltschaft hat das vom Jubiläumsfonds der OeNB geförderte Forschungsprojekt initiiert und unterstützt.

Die Publikation von Petra Niederhametner beschäftigt sich mit Bevölkerungsgruppen, die besonders gefährdet sind, in ihren Menschenrechten verletzt zu werden: Bewohner von Pflegeheimen und Patienten in psychiatrischen Abteilungen. Sie zeigt auf, wo Gefährdungen bestehen und wo Möglichkeiten und Grenzen der Prävention liegen. Risiken und präventive Maßnahmen werden in acht thematischen Schwerpunkten ausführlich erörtert. Dazu zählen der Umgang mit Schmerzen, Medikation, Gewalt und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Die Zusammenfassung sinnvoller Schutzmaßnahmen hat generelle Bedeutung und geht über die beiden untersuchten Einrichtungstypen hinaus. Für die Studie wurden über 1.000 Forschungsarbeiten aufgearbeitet und Interviews mit Fachleuten geführt.

Die Ergebnisse bieten auch für die Arbeit der Volksanwaltschaft eine wichtige Grundlage. Denn Prävention ist der Leitgedanke des gesetzlichen Auftrags, den die Volksanwaltschaft seit 2012 erfüllt. Gemeinsam mit ihren Kommissionen kontrolliert sie unter anderem Pflegeheime und psychiatrische Abteilungen und setzt sich dafür ein, dass Heimbewohner und Patienten menschenwürdig behandelt werden.

Bibliographische Daten:

Verletzungen von Menschenrechten vermeiden
Prävention am Beispiel von Pflegeheimen und psychiatrischen Abteilungen
facultas 2016, 400 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-7089-1472-5
EUR [A] 29,– / EUR [D] 28,20 / CHF 34,80

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Petra Niederhametner
petra.niederhametner@aon.at

Volksanwaltschaft
Mag.a Sandra Blum
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +43 (0) 1 515 05 – 205
sandra.blum@volksanwaltschaft.gv.at
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