Wr. Gemeinderat – Kurt Wagner (SPÖ): Sieben hochwertige Standorte: „Spitalskonzept 2030 wird wunderbar und leiwand sein“

„Wir werden jedes Jahr im Schnitt um drei Monate älter“

Wien (OTS/SPW-K) - Der Gesundheitssprecher der Wiener SPÖ, Kurt Wagner, äußert sich in seinem heutigen Redebeitrag zum „Spitalskonzept 2030“. Die durchschnittlichen Gemeindespitäler sind 80 Jahre – fünf Standorte davon über 100 Jahre – alt. „Mit dem Spitalskonzept 2030 werden wir uns auf sieben hochwertige Standorte konzentrieren. Dafür wenden wir ein vernünftiges Maß an Mitteln in baulichen Maßnahmen auf, aber der Löwenanteil liegt nach wie vor in der PatientInnenversorgung und das ist gut so. Wir werden jedes Jahr im Schnitt um drei Monate älter“, sagt Wagner. Wir werden natürlich jedes Jahr um zwölf Monate älter, gemeint ist: Die Lebenserwartung steigt jährlich um drei Monate. „Einen besseren Beweis für ein hervorragendes Gesundheitssystem gibt es nicht“, so Wagner.

Ja, Zusatzversicherungen nehmen zu, aber

„Dass das Geschäft mit Krankenzusatzversicherungen boomt, stimmt zum Teil“, sagt Wagner und führt aus: „Es gibt einen Anstieg in den Bereichen, wo Versicherungsunternehmen homöopathische Beratungen anbieten und Kosten im TCM-Bereich übernehmen“, so Wagner. Rund fünf Prozent der ÖsterreicherInnen haben eine private Zusatzversicherung. „Aber auch die Patienten gehen dann ins Privatspital, wenn es sich um eher einfache Eingriffe handelt. Dort, wo es um ihr Leben geht, wie bei Operationen am offenen Herzen, vertrauen sie auf öffentliche Spitäler. Dort gibt es die bestmögliche medizinische Versorgung“, sagt Wagner.

77,5 Prozent erhalten BMS als Ergänzungsleistung

Zum Seitenhieb der Opposition bezüglich der bedarfsorientierten Mindestsicherung stellt Wagner knapp fest: „77,4 Prozent der BMS-BezieherInnen erhalten diese als Ergänzungsleistung, weil das Geld trotz Arbeit zum Leben nicht ausreicht. Ich will gerne wissen, mit welchem Argument sie diese Menschen um ihre Lebensgrundlage bringen wollen.“

Dass die Wiener Augenambulanz ihren Schwerpunkt nicht mehr im Donauspital haben wird, stimmt. „Wir werden die geballte Fachkompetenz in die Rudolfsstiftung verlagern. Wie man dagegen etwas haben kann, verstehe ich nicht. Es gab hier auch Gespräche mit dem Bezirksvorsteher der Donaustadt und dem KAV und ich versichere Ihnen:
Die fünf Personen im Jahr, die mit Augenproblemen in das Donauspital kommen, werden auch weiterhin dort behandelt“, so Wagner.

Zu den Forderungen der Opposition, die einerseits Geld einsparen will und andererseits modernste Geräte für alle Spitäler anschaffen will, hält Wagner fest: „Das ist finanziell unmöglich. Ja, der KAV kann die modernsten Geräte anschaffen, aber nicht unendlich viele. Deshalb besorgen wir sie dort, wo wir sie brauchen.“

Auch hält Wagner fest, dass man nicht jeder Information Glauben schenken soll: „Entgegen mancher Gerüchte hat der Generaldirektor des KAV, Udo Jansen, weder im Jahr 2015 noch 2016 eine Bonifikation erhalten. Das ist auch nicht vorgesehen“, so Wagner.

Appel für mehr Sachlichkeit in der Diskussion

„Ich verstehe, dass untergriffige Attacken auf die Stadträtin Wehsely zum Geschäft der Opposition gehören. Aber das bringt niemandem in diesem Raum und der Politik im allgemein nichts, im Gegenteil. Ich habe nichts gegen harte und offene Diskussionen, man muss unterschiedliche Meinungen geben können. Aber schlussendlich geht es darum, etwas voranzubringen. Ich appelliere an mehr Sachlichkeit in der Diskussion und weniger populistische Untergriffigkeiten. Wir werden das Spitalskonzept, wie wir es vorhaben, im Jahr 2030 umgesetzt haben. Das wird wunderbar und leiwand sein“, schließt Wagner.

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