Niederösterreich plant Aktionstag zum Volksbegehren SOS Medizin

Deckelung der Gesundheitsausgaben behindert Weiterentwicklung der modernen Medizin

Wien (OTS) - Derzeit finden über ganz Österreich verteilt unterschiedliche Aktionen gegen die geplanten Einsparungen im österreichischen Gesundheitssystem statt. Die Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte hat diese Woche in diesem Zusammenhang einen Streik- und Aktionstag noch im Dezember beschlossen. „Eine Empfehlung für Ordinationsschließungen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Niederösterreich wird es von uns nicht geben“, stellt MR Dr. Dietmar Baumgartner, Vizepräsident und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte der NÖ Ärztekammer, klar. „Selbstverständlich steht es der Österreichischen Ärztekammer frei, den Aktionstag als Streiktag zu nützen. In Niederösterreich wird es einen Aktionstag geben, an dem wir die Bevölkerung ausführlich über die Auswirkungen der geplanten Einsparungen im Gesundheitssystem informieren und das initiierte Volksbegehren SOS Medizin intensiv bewerben. Wir werden Unterstützungserklärungen für das Volksbegehren verteilen und die Menschen über die massiven Einschnitte und Einsparungen im Gesundheitswesen informieren.“

Unterstützung erhält Baumgartner von seinem Kollegen aus dem angestellten Bereich, Vizepräsident und Kurienobmann der angestellten Ärzte, Dr. Ronald Gallob: „Auch die angestellten Ärzte unterstützen den Aktionstag gegen die Einsparungen im Gesundheitsbereich. Einen Streik wird es bei den angestellten Ärztinnen und Ärzten in Niederösterreich nicht geben. Wir sind überzeugt, mit unserem Volksbegehren SOS Medizin mehr erreichen zu können als mit dem Schließen von Ordinationen.“

Besonders kritisch sehen die Ärztevertreter die Deckelung und Begrenzung der künftigen Gesundheitsausgaben. Gallob meint dazu: „Die moderne Medizin entwickelt sich laufend weiter, damit ist unweigerlich eine Kostensteigerung verbunden. Diese nun zu begrenzen, bedeutet in logischer Folge, bei der Medizin künftig sparen zu müssen. Wer allerdings Leistungen privat zahlen kann, dem wird auch in der Zukunft alles Moderne an Diagnostik und Therapie offen stehen. Für die Anderen wird es heißen: Bitte warten….“

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