Interreligiöser Dialog spricht die Rolle religiöser Führer, Gelehrter und zivilgesellschaftlicher Organisationen im arabischen Raum an

„Interreligiöser Dialog zu Diversität, Toleranz und sozialem Zusammenhalt im arabischen Raum“

Amman (OTS) - Mehr als 100 Teilnehmer aus 25 Ländern trafen Anfang November in Amman zusammen, um die instrumentale Rolle religiöser Führer und Institutionen für den Ausbau von Diversität, Toleranz und sozialem Zusammenhalt zu diskutieren und damit extremistischen Ansätzen entgegenzuwirken. Unter dem Titel „Interreligiöser Dialog zu Diversität, Toleranz und sozialem Zusammenhalt im arabischen Raum“ wurde dieses Treffen zu einer Zeit abgehalten, in der gerade junge Menschen von extremistischen Organisationen manipuliert werden.

Das Treffen wurde gemeinsam vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und dem Internationalen Dialogzentrum (KAICIID) organisiert.

Bekannt für sein großes soziales Gefüge und seine so unterschiedliche politische und kulturelle Dynamik wurde diese Region in den letzten Jahren Zeuge zunehmender Radikalisierung und engster Auslegung religiöser Texte, um damit opportunistische, politische und zerstörerische Ziele auf Kosten von Toleranz, Pluralismus, sozialem Zusammenhalt und Integration zu nähren. Eines der dringlichsten Anliegen der Menschen in dieser Region sowie der sich dort engagierenden Plattformen ist es, eine gemeinsame Antwort auf diesen stärker werdenden Trend zu finden.

„Pluralismus ist ein natürlicher Teil unseres Lebens und verleiht der Welt einen Teil ihrer Schönheit. Menschen brauchen einander um zu überleben, zu lernen und leben zu können. Um einen Vorteil aus dieser Vielfältigkeit zu ziehen, müssen wir gut mit ihr umgehen und sie bewahren. Dialog ist ein effektives Mittel dafür, denn er verhindert Konflikte und ist ein geeignetes Instrument, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken, indem Anhänger unterschiedlicher Kulturen und Religionen in einen Prozess miteingebunden werden bei dem sie mittels Fokussierung auf gemeinsame Werte zu einem gegenseitigen Verständnis kommen“, erklärte H.E. Dr. Wael Arabiyat, Jordaniens Minister für religiöse Stiftungen.

Das Treffen bot ein Forum zur Erforschung neuer Partnerschaften und Mechanismen. Es dient zur Einigung auf Prozesse um die essentielle Rolle von geistigen Anführern, Ministerien für Religiöse Stiftungen und führende Gelehrte aus allen Teilen der Gesellschaft des arabischen Raumes in ihrer Zusammenarbeit zu stärken um eine nachhaltige Entwicklung als gemeinsame Antwort zu finden, die alle Menschen aus allen Religionen anspricht. Diese gemeinsame Anstrengung, um eine gerechte und nachhaltige Entwicklung zu erreichen, soll sich auch mit dem steigenden Trend der Radikalisierung auseinandersetzen.

„Der arabische Raum leidet schon seit längerem unter einer aufgezwungenen, vereinfachten und einseitigen Berichterstattung, die die Region als die Wiege sektiererischer Gewalt darstellt“, sagt Zena Ali Ahmad, Landesverantwortlicher aus Jordanien und Chief Country Support Division des Amman Regional Hub der UNDP. „Unter Anerkennung der Relevanz, die religiöse Führer und glaubensbasierte Organisationen für das Erreichen der weltweit vereinbarten Ziele nachhaltiger Entwicklung haben, arbeitet die UNDP mit ihren 18 Niederlassungen in der Region eng mit vielen Partnern zusammen. Wir glauben stark an die Wiederbelebung des interreligiösen und interkulturellen Dialogs auf regionaler Ebene, um gemeinsamen Maßnahmen zur Entwicklung, Stabilität und Frieden zum Erfolg zu verhelfen.“

Dr. Mohammed Abu-Nimer, KAICIID Senior Advisor, meinte dazu:
„Gemeinsam mit unseren Partnern arbeitet das KAICIID mit lokalen Organisationen und religiösen Führern in der Zentralafrikanischen Republik, Nigeria, Myanmar und dem Nahen Osten zusammen. Ebenso sind wir stolz auf unsere enge Zusammenarbeit mit unseren UN Partnern -dem UNDP, der UNESCO und dem UN Büro für die Verhinderung von Völkermord – um die UN bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Religiöse Anführer leisten einen maßgeblichen Beitrag bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen zum Friedensprozess, ein Grund warum wir für eine integrative Herangehensweise plädieren damit wir alle verfügbaren Mittel bündeln können, um diesen Herausforderungen zu begegnen.“

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Farah Choucair Social Cohesion Specialist and Project Coordinator, RBAS Regional Programme United National Development Programme Telefon: +9613918672 E-mail: farah.choucair@undp.org

Peter Kaiser Director of Communication International Dialogue Centre (KAICIID) Telefon: +43 1 31322 E-mail: press@kaiciid.org

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Das Internationale Dialogzentrum KAICIID ist eine staatsübergreifende Organisation, die den Dialog als friedensstiftende Maßnahme in Konfliktregionen fördert. Dabei verstärkt es das Verständnis und die Kooperation zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Anhängern verschiedener Religionen. Gründerstaaten des Dialogzentrums sind das Königreich Saudi-Arabien, die Republik Österreich und Spanien. Der Heilige Stuhl ist das beobachtende Gründungsmitglied des Zentrums. Das Direktorium des Zentrums umfasst prominente Vertreter der fünf großen Weltreligionen (Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum) und entwickelt und überwacht die Programme des Zentrums.

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