LICHT FÜR DIE WELT begrüßt Erhöhung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit

Verpflichtungen in Afrika müssen aber eingehalten werden

Wien (OTS) - LICHT FÜR DIE WELT begrüßt, dass nach Jahren des Rotstifts die Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit auf Initiative von Bundesminister Sebastian Kurz im Budget 2017 und den Folgejahren steigen werden. Jeder Euro ist bitter nötig, denn noch immer leben mehr als 800 Millionen Menschen weltweit in extremer Armut, darunter 400 Millionen Kinder. Österreichs Beitrag zur Entwicklungshilfe lag im Jahr 2015 bei 0,35 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE). Selbst von diesem niedrigen Betrag (das international gesetzte Ziel liegt bei 0,7 Prozent des BNE) fließt ein großer Teil nicht in Entwicklungsprojekte, sondern wird für andere Zwecke wie etwa Studienkosten internationaler Studierender oder Flüchtlingsbetreuung im Inland ausgegeben.

Bedenklich sieht LICHT FÜR DIE WELT auch den Trend, dass in der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit menschenrechtliche Verpflichtungen augenscheinlich immer mehr hinter Wirtschaftsinteressen Österreichs und Fluchtabwehr zurückstehen sollen. Ein klares Bekenntnis zu den Grundwerten der Entwicklungszusammenarbeit – für Menschenrechte, Gerechtigkeit und ein menschenwürdiges Leben – ist dringend notwendig.

Die Beiträge der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in den afrikanischen Schwerpunktländern(Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und Uganda haben viel Positives bewirkt. Eine Abkehr von diesen Ländern, die zu den ärmsten der Welt gehören, wäre kurzsichtig und könnte viele Entwicklungen zunichtemachen. „Gerade in den einkommensschwächsten Ländern sollte auch Österreich in Armutsbekämpfung, Bildung und medizinische Grundversorgung investieren und dabei barrierefreien Zugang für benachteiligte Menschen sicherstellen“, fordert LICHT FÜR DIE WELT Geschäftsführerin Johanna Mang.

LICHT FÜR DIE WELT weist in diesem Zusammenhang auch auf die Verpflichtungen Österreichs zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen hin. Besonders für Subsahara-Afrika sieht LICHT FÜR DIE WELT dringenden Bedarf an mehr Engagement Österreichs. Johanna Mang: „Entwicklungszusammenarbeit und eine verantwortungsvolle Politik können einen wesentlichen Beitrag leisten, um Menschen ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben in Frieden und Sicherheit zu ermöglichen.“

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