EM-Stadion Klagenfurt – Team Kärnten/Köfer/Theuermann fordern „Schadensbegrenzung“

Rechnungshofbericht zum Klagenfurter EM-Stadion im Kontrollausschuss des Landtages beschlossen

Klagenfurt (OTS) - In der heutigen Sitzung des Kontrollausschusses des Landtages wurde der Rechnungshofbericht zum Klagenfurter EM-Stadion final behandelt und beschlossen. Darüber informiert die Ausschussvorsitzende LAbg. Isabella Theuermann vom Team Kärnten: „Mit Stand Jahresende 2015 ergaben sich Ist-Kosten in der Höhe von 95,8 Millionen Euro und somit ein eklatanter Mehraufwand für den Steuerzahler von 28,8 Millionen Euro.“ Theuermann fordert gemeinsam mit Team Kärnten-Landesrat Gerhard Köfer eine Form der Schadensminimierung: „Wir wissen, dass der Stadionbau ein finanzielles Desaster für Bund, Land und Stadt war. Jetzt geht es darum, den Schaden zu begrenzen, indem es im Stadion zu Veranstaltungen kommt und das Volksvermögen aktiv genutzt wird.“

Laut Köfer liegt es vor allem an den Verantwortlichen von Stadt und Land, das Stadion für Veranstalter aus dem In- und Ausland weiter attraktiv zu machen: „Die für 2017 im Stadion geplanten Konzerte von Robbie Williams und Elton John sind jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung.“ Theuermann fügt an, dass aufgrund der derzeitigen Regeln sechs Stadion-Konzerte im Jahr erlaubt sind. Diese Anzahl sollte, so Theuermann weiter, jedenfalls genutzt werden. „Das Stadion müsste, laut den Ausführungen von Auskunftspersonen im Ausschuss, zwölf Mal gefüllt sein, damit es sich wirtschaftlich rechnet.“ Theuermann kritisiert, dass Klagenfurts Bürgermeisterin vor dem Ausschuss explizit ausgeschlossen hat, dass das Stadion überhaupt einmal wirtschaftlich geführt werden könne: „Das klingt nach völliger Selbstaufgabe. Klares Ziel muss es sein, in naher Zukunft eine schwarze Stadion-Null zu schreiben.“

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