agpro-Forschungspreis 2016: Herausragende Arbeiten zur Homosexualität

Wissenschaftliche Arbeiten mit Schwerpunkt Homosexualität in Wirtschaft, Recht und Gesellschaft ausgezeichnet - 8 Preisträger teilen sich knapp 13.000 Euro

Wien (OTS) - Die Technische Universität gab den Rahmen für die nunmehr zehnte Verleihung des agpro Forschungspreises. Ausgezeichnet werden dabei wissenschaftliche Arbeiten zum Thema „Homosexualität und Homosexuelle in Wirtschaft, Recht und Gesellschaft“. Zusätzlich vergaben die agpro einen Sonderpreis in der Kategorie „Medizin“. 2016 erhielten 8 Preisträger insgesamt über 13.000 Euro an Preisgeldern. Die Ausgezeichneten sind Absolvent/innen, Studierende oder wissenschaftliche Mitarbeiter/innen an Universitäten in Innsbruck, Wien, Salzburg, Heidelberg oder Marburg sowie eine freie Wissenschaftlerin.

Andreas Hiermayer, Präsident der agpro, sagte im Rahmen der Verleihung: „Der agpro-Forschungspreis ist eine wichtige Anerkennung für Arbeiten in einem noch immer stark marginalisierten Feld. Was wir damit erreichen wollen, ist ein öffentlicher Diskurs und aufzuzeigen, auf welch vielfältiger Art und Weise Homosexualität in der Gesellschaft vorhanden ist.“ Die Arbeiten, die im Rahmen eines Festaktes gestern Abend gewürdigt wurden, beschäftigen sich dabei mit Themen wie Homosexualität und Schule in Österreich, gleichgeschlechtlich liebende Frauen im Alter oder auch mit der Frage, ob Patienten bereit für lesbische, schwule und bisexuelle Hausärzte sind.

Die Einreichungen für den Forschungspreis kamen aus den Disziplinen Rechtswissenschaften, Kunst, Philologie, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte, Geisteswissenschaften, Genderforschung, Pädagogik, Politikwissenschaften, Psychologie, Sozialwissenschaften und aus der Medizin.

Die ausgezeichneten Arbeiten im Detail:

  • Mag. phil. David Egger: Homosexuality and School in Austria
  • Mag. Perry Baumgartinger-Seiringer: Staatliche Regulierung von Geschlecht als Zweigeschlechterkonstrukt – Kritische Diskurshistorische Dispositivanalyse des Geschlechterdispositivs anhand des sog. „Transsexuellen-Erlasses“ 1980-2010 in Österreich
  • Dr. med. Igor Grabovac: Are Patients Ready for Lesbian, Gay and Bisexual Family Physicians - A Croatian Study
  • Dr. Hanna Hacker: Frauen* und Freund_innen
  • Laura Kuhn: Homosexualitäten als Thema in der Schule – Eine Untersuchung von Perspektiven Lehramtsstudierender vor dem Hintergrund aktueller Unterrichtskonzepte
  • Werner Müller-Schell, BA: Schwaches Zuspiel oder schwuler Pass?
  • Mag.a Dr.in Bärbel Susanne Traunsteiner: Gleichgeschlechtlich l(i)ebende Frauen im Alter
  • Norman Wolf, B.Sc.: Somewhere Over The Rainbow

Die agpro vergeben alle zwei Jahre den Forschungspreis. Die diesjährigen Sponsoren waren Shire, Sozialministerium, Stadt Wien (MA7), TU Wien, Wirtschaftskammer Wien, Industriellenvereinigung, Wien Kultur, Zweigstelle und Buchandlung Löwenherz. Die Prämien werden nach einem Double-Review-Verfahren vom Wissenschaftlichen Beirat, zusammengesetzt aus Forscher/innen und wissenschaftlich ausgewiesenen Mitgliedern der agpro, zuerkannt.

Über die agpro: agpro - austrian gay professionals – ist das Netzwerk schwuler und bisexueller Unternehmer, Fach- & Führungskräfte. Es wurde gegründet, um die Akzeptanz und Gleichstellung gleichgeschlechtlich liebender Menschen speziell im beruflichen Umfeld zu erhöhen. Die agpro existiert seit 1998 und ist überparteilich, aber politisch engagiert.

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