Nationalrat – Kucharowits/Kucher: Soziale Lage der Studierenden in den Mittelpunkt rücken

Elternhaus dürfe jedoch heutzutage keinesfalls mehr über Studienerfolg entscheiden

Wien (OTS/SK) - „Für die Verbesserung der Verhältnisse auf den Universitäten brauchen wir mehr Lehrende, statt eine Reduktion von Studierenden“, kritisiert SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits heute, Donnerstag, im Nationalrat in ihrem Redebeitrag gleich eingangs etwaige Geisteshaltungen in diese Richtung. „Zum Budget konkret: 3,3 Milliarden Euro für Wissenschaft in der Untergliederung Wissenschaft und Forschung sind 62 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Deshalb kann ich das begrüßen“, zeigt sich die Abgeordnete zudem erfreut. Der sozialen Lage der Studierenden sollte jedoch in Zukunft endlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. ****

„Wenn Sie davon sprechen, dass es Ausnahmen sind, wenn Studierende auf Heizkörpern oder am Boden sitzen, dann kann ich Ihnen einfach nicht recht geben. Die Realität sieht anders aus“, so Kucharowits in Richtung Vizekanzler Mitterlehner. Das Beihilfesystem hält die SPÖ-Abgeordnete für „völlig überholt“. „Davon können die Studierenden einfach nicht leben. Die Realität ist: Man bezieht Beihilfe, hat verschiedene Jobs nebenbei, hat großen Druck, um die nötigen ECTS-Punkte zu sammeln und zusätzlich vielleicht noch Probleme, die monatliche Miete zu bezahlen“, skizziert Kucharowits die Lage. Das Studienleben sei jedenfalls für viele „nicht rosig“.

„Ja, wir haben die richtigen Schritte gesetzt. Ja, es muss trotzdem vieles besser werden - vor allem in der Frage der Chancengerechtigkeit. Es darf nicht sein, dass die Geldbörse der Eltern entscheidet, sondern die Fähigkeiten, Talente und das Engagement der Studierenden müssen entscheidend sein“, so SPÖ-Abgeordneter Philipp Kucher in einer Kritik und einem Appell zugleich. Unzufrieden zeigten sich die beiden Abgeordneten daher auch an der Reduzierung der Mittel für Studierendenheime. Mitterlehner müsse hier nachbessern, so Kucharowits und Kucher unisono. (Schluss) sc/pm/mp

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