ORF III am Freitag: Ulrich-Seidl-Abend mit „Paradies“-Trilogie, Filmporträt „Der Busenfreund“ und zu Gast in „Kultur Heute“

Außerdem: „ORF-Korrespondenten weltweit“

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information widmet am Freitag, dem 25. November 2016, dem Schaffen des preisgekrönten österreichischen Filmemachers Ulrich Seidl einen ganzen Programmabend. Bevor eine seiner jüngeren Arbeiten, die erfolgreiche „Paradies“-Trilogie über drei Frauen und ihre Sehnsuchtsgeschichten – „Paradies: Liebe“ (20.15 Uhr), „Paradies: Glaube“ (22.15 Uhr), „Paradies: Hoffnung“ (00.10 Uhr) – sowie das bereits 1997 entstandene Porträt eines Mathematiklehrers „Der Busenfreund“ (01.40 Uhr) auf dem Spielplan stehen, diskutieren „ORF-Korrespondenten weltweit“ (18.10 Uhr) im Rahmen der jährlichen Tagung der Leiterinnen und Leiter der 16 Korrespondentenbüros über die Folgen der US-Präsidentenwahl, die Krise der Europäischen Union und die Konfrontation zwischen Ost und West. Unter der Leitung von Roland Adrowitzer debattieren im Großen Sendesaal des RadioKulturhauses: Christian Wehrschütz (Belgrad/Kiew), Peter Fritz (Brüssel), Raimund Löw (Peking), Birgit Schwarz (Berlin), Mathilde Schwabeneder (Rom), Ernst Gelegs (Budapest), Carola Schneider (Moskau), Eva Twaroch (Paris), Ben Segenreich (Tel Aviv), Hannelore Veit (Washington), Jörg Winter (Istanbul), Karim El-Gawhary (Kairo), Bettina Prendergast (London), Josef Manola (Madrid) und Raphaela Stefandl (Schweiz).

Zum Auftakt des Ulrich-Seidl-Abends begrüßt Ani Gülgün-Mayr in einer neuen Ausgabe von „Kultur Heute“ (19.50 Uhr) den österreichischen Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten zum Gespräch, danach steht ab 20.15 Uhr seine international gefeierte und vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens mitfinanzierte Spielfilmtrilogie „Paradies“ auf dem Programm.
In „Paradies: Liebe“ reist Theresa (Margarethe Tiesel), eine alleinerziehende Mutter, als Sextouristin in das Urlaubsparadies Kenia, um die Liebe zu finden. Sie wechselt von einem Beachboy zum nächsten, von einer Enttäuschung zur anderen. Die Liebe am Strand von Kenia ist ein Geschäft. Die Kundinnen nennt man an den Stränden Sugarmamas: europäische Frauen, denen junge schwarze Beachboys Liebesdienste bieten, um so ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Danach porträtiert der zweite Teil „Paradies: Glaube“ (22.15 Uhr) das Leben von Theresas Schwester. Für Anna Maria (Maria Hofstätter), eine alleinstehende Frau um die 50, liegt das Paradies bei Jesus. Ihren Urlaub verbringt sie damit, mit einer 40 cm großen Wandermuttergottes-Statue von Haus zu Haus zu gehen, um Österreich wieder katholisch zu machen. Als eines Tages ihr Ehemann (Nabil Saleh), ein querschnittgelähmter Moslem, nach Jahren der Abwesenheit aus Ägypten zurückkommt, beginnt ein Kleinkrieg um Ehe und Religion. Schließlich wird im dritten Teil von Seidls „Paradies“-Trilogie „Hoffnung“ (00.10 Uhr) die Geschichte der übergewichtigen 13-jährigen Melanie (Melanie Lenz) erzählt, die ihren Sommer in einem Diätcamp verbringen muss, während ihre Mutter zum Sex-Urlaub nach Kenia reist. Zwischen Sporterziehung und Ernährungsberatung, Polsterschlachten und ersten Zigaretten verliebt sie sich in den 40 Jahre älteren Diätarzt und Leiter des Camps (Joseph Lorenz). Sie liebt ihn mit der Ausschließlichkeit der ersten Liebe und will ihn in aller Unschuld verführen. Dieser kämpft gegen die Schuld dieser Liebe an, wissend um ihre Unmöglichkeit. Doch Melanie hat sich ihr Paradies anders vorgestellt.

Den Seidl-Programmabend beschließt der im Jahr 1997 entstandene Dokumentarfilm „Der Busenfreund“ (01.40 Uhr) über den 50-jährigen Mathematiklehrer Rene Rupnik. Dieser lebt damals bei seiner greisen Mutter, umgeben von Schutzwällen an Müll, Papier und Zeitungen, die er in jahrzehntelanger Sammeltätigkeit angehäuft hat. Doch in seiner Phantasie lebt der obsessive Busenexperte mit Schauspielerin Senta Berger zusammen, die er seit Jahrzehnten verehrt. Er hat alle ihre Filme gesehen, all ihre Fotos gesammelt. Nur an einem Ort durfte er ihr begegnen: im Burgtheater, wo er 50-mal zur Vorstellung ging. Mit seinem neuen Fernglas am Stehplatz.

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