Vorsicht! Echter Pelz ist oft schon billiger als Kunstpelz

Preis kein Kriterium mehr: VIER PFOTEN zeigt Konsumenten, wie man unterscheidet

Wien (OTS) - Zum morgigen weltweiten Fur Free Friday weist VIER PFOTEN auf mögliche Probleme für die Konsumenten beim Thema Pelz hin:
Sehr oft sind Pelzprodukte bereits so extrem billig, dass die Verbraucher automatisch davon ausgehen, Kunstpelz zu kaufen. Noch dazu gibt es immer wieder Produkte, die nicht als Echtpelz deklariert sind. Es handelt sich hauptsächlich um Accessoires wie Hauben, Handschuhe, Schals und Westen, die mit echtem Pelz modisch verziert werden. Daher rät VIER PFOTEN, beim Kauf immer ganz genau hinzusehen und Dinge zu hinterfragen.

„Es ist absurd, wie billig Echtpelz mittlerweile ist, vor allem, wenn er aus China stammt“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Wir sind bei unseren Recherchen vor kurzem auf eine Haube mit Pelzbommel gestoßen, die 10 Euro kostete. Handschuhe mit Echtpelz haben wir für 20 Euro gefunden. Natürlich denkt man da, dass das Kunstpelz sein muss.“

Heutiger Kunstpelz ist meist von sehr guter Qualität. Zudem wird Echtpelz für die Verwendung in der Mode oft so geschoren und gefärbt, dass Echt- und Kunstpelz kaum noch voneinander zu unterscheiden sind. Es gibt laut VIER PFOTEN jedoch ein paar Tricks, um Echtpelz von Kunstpelz zu unterscheiden:

Der Unterwolle Test:

Ziehen Sie die Oberhaare des Pelzes etwas auseinander und schauen Sie, was darunter zum Vorschein kommt. Ist der Pelz lang bzw. ungeschnitten, ist bei Echtpelz manchmal eine Unterwolle zu erkennen. Diese besteht aus ganz feinen, dichten und flauschigen Haaren, welche die Tiere in der Natur ausgezeichnet wärmen.

Der Leder Test:

Echtpelz wird mitsamt Leder gewonnen und verarbeitet. Ziehen Sie die Haare vorsichtig auseinander. Am darunter liegenden Gewebe können Sie erkennen, ob es sich um ein künstlich gewebtes Muster bzw. Stoff handelt oder ob die Haare auf echtem Leder haften.

Der Wind Test:

Echtpelz bewegt sich oft schon bei leichten Brisen. Wenn Sie ganz sanft über den Pelz blasen und sich die Haare trotzdem bewegen, haben Sie wahrscheinlich Echtpelz vor sich.

Der Geruchs Test:

Man kann Echt- von Kunstpelz unterscheiden, indem man ein paar Haare verbrennt. Wenn Sie einen synthetischen Geruch wahrnehmen und die Haare zu kleinen, harten Klümpchen verschmelzen, handelt es sich um Kunstpelz. Zerfallen die Haare jedoch und riecht es nach verbrannten Haaren, so handelt es sich um Echtpelz.

„Wie gesagt: Viele sind sich nicht bewusst, dass sie Pelz tragen“, fasst es Martina Pluda zusammen. „Wir Konsumenten können aber mit unserer Kaufentscheidung sehr viel bewirken. Es gibt keinen ethisch korrekten Pelz, es steht immer Tierleid damit im Zusammenhang. Daher ist es wichtig, echten Pelz auch zu erkennen, wenn er nicht deklariert wird.“

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