ÖGB und EGB: Gewalt an Frauen ist ein ernstes Problem – auch am Arbeitsplatz

Unternehmen müssen konsequenter und strenger vorgehen

Wien (OTS) - Frauen werden in der Arbeitswelt nicht nur bei Einkommen und Karrierechancen diskriminiert, sie sind auch immer wieder Gewalt, wie etwa körperlicher und psychischer Gewalt, sexueller Belästigung und Mobbing, ausgesetzt. Daher unterstützen der ÖGB und der EGB (Europäischer Gewerkschaftsbund) die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, die morgen, Freitag, startet, und fordern eine intensivere Auseinandersetzung und Prävention auf allen Ebenen, besonders an Arbeitsplätzen. „Dass es zu Gewalt gegen Frauen kommt ist schlimm genug, aber durch Wegschauen und Schweigen wird das Leid der Betroffenen zusätzlich vergrößert“, sagt Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende.++++

„Jegliche Art von Gewalt wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus und führt auch dazu, dass Menschen sowohl psychisch als auch physisch beeinträchtig sind und dadurch ihre Arbeitsleistung sinkt. BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen leisten hier wertvolle Aufklärungsarbeit“, betont Anderl. Eine wesentliche Rolle komme laut Anderl auch dem Führungspersonal zu: Sie müssen besser hinschauen, hinhören und Betroffene ermutigen, Unterstützung zu suchen. Die ÖGB-Vizepräsidentin appelliert an die Unternehmen, ihre Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten ernst zu nehmen und in Fällen von Gewalt viel konsequenter und strenger vorzugehen.

„Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist ein ernstes Problem, das weitreichende Auswirkungen auf die Opfer sowie auf das gesamte Arbeitsumfeld haben kann. Die Gewerkschaften sind fest entschlossen, gegen Gewalt an Frauen vorzugehen, auch durch die Kollektivverträge und ihre die ordnungsgemäße Umsetzung“, betont Montserrat Mir, politische Sekretärin des EGB.

Eine zentrale Forderung des ÖGB ist die Schaffung einer Konfliktbewältigungskultur und der Einsatz von KonfliktmediatorInnen und ArbeitspsychologInnen in Unternehmen. „Durch Prävention soll allen vermittelt werden, dass Stressreaktionen wie etwa Gewalt nur zu Lasten anderer geht und niemals eine Lösung sein kann“, sagt Anderl abschließend.

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