Lieferengpässe bei Arzneimitteln- Risken, Ursachen, Lösungsansätze

Angeregte Diskussionen bei der IIR pharmaKON 21. – 22. 11. 2016 in Wien

Wien (OTS) - Seit etwa sechs Jahren treten in den Ländern der EU Lieferengpässe bei Arzneimitteln gehäuft auf. Sie betreffen vor allem Arzneimittel, bei denen der Patentschutz abgelaufen ist, die aber nach wie vor therapeutisch wertvoll sind. Mittlerweile haben auch Gesundheitspolitiker und Behörden diese ernsthafte Bedrohung erkannt. 

Lieferengpässe bei Arzneimitteln gefährden Patienten und verursachen erhebliche Mehrkosten. Die exorbitanten Unterschiede zwischen Preisen vor und nach Patentablauf bewirken, dass pharmazeutische Unternehmen aus der Produktion von „alten“ aber nach wie vor medizinisch unersetzbaren Präparaten aussteigen. In den Produktions- und Distributionsprozessen wurden Optimierungen vorgenommen, die sich mittlerweile massiv zum Nachteil der Kunden auswirken. 

Dieser Zustand wurde, wie Dr. Thomas Langebner von der Vinzenz Gruppe ausführte, aktuell selbst vom Europäischen Rat als Ausdruck von Marktversagen benannt. Es ist Aufgabe der europäischen Gesundheitspolitik, die bestehenden Fehlanreize auf dem Arzneimittelmarkt zu korrigieren und so eine resiliente Versorgungssituation wiederherzustellen. Insbesonders muss die Produktion von Wirkstoffen und pharmazeutischen (Halb-)Fertigpräparaten wieder nach Europa zurückgeholt werden. Der Aufbau eines Sicherheitsnetzes aus redundanten Strukturen, ausreichenden Vorräten und Reservekapazitäten muss gefördert werden. Durch faire Preise muss sichergestellt werden, dass die Arzneiversorgung der Bevölkerung Europas langfristig und zuverlässig sichergestellt ist. 

Mit diesen und vielen weiteren spannenden Themen setzten sich die Teilnehmer der IIR pharmaKON von 21. bis 22. November 2016 in Wien auseinander. Die Themen Arzneimittelfälschungen, Pharmalogistik und Arzneimittelerstattung standen dieses Jahr mit eigenen Fachkonferenzen im Fokus.

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