AK Kaske: Digitaler Wandel muss gerecht gestaltet werden

Mehr als 250 ArbeitnehmervertreterInnen diskutieren mit der Wissenschaft das Thema „Zukunft der betrieblichen Mitbestimmung“

Wien (OTS) - Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz – alles Schlagworte, die die Arbeitswelt in Zukunft wesentlich bestimmen werden. „Damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dabei nicht auf der Strecke bleiben, muss auch die Mitbestimmung in den Unternehmen weiterentwickelt und festgeschrieben werden“, sagt AK Präsident Rudi Kaske anlässlich der heutigen Fachkonferenz zum Thema: „Die Zukunft der Arbeit – Bestimmt mit uns! Strategien und Optionen für die betriebliche Mitbestimmung 4.0“.

Smartphones, intelligente Haushaltsgeräte, twittern, skypen, WhatsApp, automatisierte Produktionsanlagen – der Mensch ist sowohl privat als auch beruflich immer mehr und öfter mit dem digitalen Wandel konfrontiert. In der Freizeit kann ein jeder/eine jede selbst bestimmen, ob und in welchem Ausmaß die neuen Techniken genutzt werden. In der Arbeitswelt hingegen gehören die stetigen technischen Entwicklungen zum Alltag – und damit auch die von Arbeitgeberseite in diesem Zusammenhang geforderte Flexibilität. „Diese Veränderungsprozesse werden intensiver und treten auch häufiger auf. Umso wichtiger ist es, das Mitbestimmungsrecht zu modernisieren“, sagt der AK Präsident und verweist auf einen heute gefassten Beschluss des österreichweiten ArbeitnehmerInnenparlaments.

Um den digitalen Wandel in der Arbeitswelt gerecht zu gestalten, sind sowohl ExpertInnen aus der Praxis als auch solche aus der Wissenschaft aufgefordert, zeitgerecht brauchbare Rahmenbedingungen zu schaffen. Kaske: „Die Vertreterinnen und Vertreter der Belegschaft benötigen ordentliche Werkzeuge, um die Interessen wahren zu können.“ Dazu gehören etwa die Ausweitung des Geltungsbereiches des Arbeitsverfassungsgesetzes genauso wie verstärkte Mitbestimmung in Aufsichtsorganen und anderen Gremien oder die Stärkung der Handlungsressourcen für BelegschaftsvertreterInnen.

Aus diesem Anlass veranstalten der ÖGB, die Fachgewerkschaften GPA-djp, Pro-Ge, Younion und vida mit der Arbeiterkammer Wien heute eine internationale Tagung, bei der neben Expertenreferaten auch in unterschiedlichen Workshops zu Themen wie „Zukunft der Arbeitsorganisation“, „Zukunft des Arbeitsrechts“, aber auch zur „Zukunft des betrieblichen Datenschutzes“ gearbeitet wird und so ein Austausch zwischen ExpertInnen aus der betrieblichen Praxis und den ExpertInnen aus der Wissenschaft geschaffen wird. „Denn“, so Präsident Kaske, „wir müssen jetzt klarstellen, dass Debatten über den digitalen Wandel und die Zukunft der Arbeit mit jenen geführt werden müssen, die auch von diesen Entwicklungen betroffen sind. Die Zukunft der Arbeit erfordert unsere Mitbestimmung!“

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Michaela Lexa-Frank
Tel.: (+43) 50165-2141, mobil: (+43)664 8454166
michaela.lexa@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001