Neues Volksblatt: "Mitverantwortung" von Markus EBERT

Ausgabe vom 24. November 2016

Linz (OTS) - „Bereits ein Jahr“ nach der Abstimmung über die Zukunft der Linzer Eisenbahnbrücke liege nun ein Einreichprojekt vor, jubilierte gestern der zuständige Linzer FPÖ-Stadtrat Markus Hein in einer Aussendung.
Herr Hein irrt gleich zweimal: Erstens sind seit dem 27. September 2015 schon 14 Monate vergangen, und von „bereits“ kann zweitens so oder so keine Rede sein. Und zwar umso weniger, als man die alte Brücke abgerissen hat, ehe überhaupt irgendetwas über die Zukunft eines neuen Donau-Überganges geklärt war. Dass er im Jänner die Einreichplanung für August angekündigt hatte, sei nur am Rande erwähnt. Aber schlüssiges Argumentieren ist ohnehin nicht unbedingt die Sache des blauen Stadtrates. Lehnte er — trotz letztlich unzumutbarer Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger auf der Nibelungen- und Autobahnbrücke — noch im August eine Fähre aus Kostengründen ab, so ist er nun plötzlich für einen mehr als zehn Mal so teuren Steg für Radler und Fußgänger Feuer und Flamme. Bemerkenswerterweise hat sich Hein gestern schon für den Fall abgeputzt, dass der Brückenzeitplan wieder nicht hält: Es handle sich um Verfahren mit vielen Beteiligten, da könne es zu „Verfahrensverzögerungen“ kommen, sprich: Schuld sind dann die anderen. Aber, es nützt nix: Hein ist Verkehrsstadtrat, und als solcher trägt auch er am täglichen Stau seine Mitverantwortung.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001