Kommandoübergabe des Militärkommandos Niederösterreich von Brigadier Striedinger an Brigadier Jawurek

LH Pröll: „Besonderer Tag für das Bundesland Niederösterreich“

St. Pölten (OTS/NLK) - Am heutigen Mittwoch fand in St. Pölten am Gelände der Hesserkaserne die Kommandoübergabe des Militärkommandos Niederösterreich von Brigadier Mag. Rudolf Striedinger an Brigadier Mag. Martin Jawurek mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Verteidigungsminister Mag. Hans Peter Doskozil, Brigadier Mag. Robert Prader, stellvertretender Kommandant der Streitkräfte, und zahlreichen weiteren Ehrengästen statt. Landeshauptmann Pröll überreichte Brigadier Striedinger in Anerkennung und Würdigung seines langjährigen und verdienstvollen Wirkens das „Silberne Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“. Bundesminister Doskozil überreichte Brigadier Jawurek das offizielle Dekret für seine Bestellung zum Militärkommandanten von Niederösterreich.

„Der heutige Tag ist für das Bundesland Niederösterreich ein besonderer Tag“, führte Landeshauptmann Pröll aus, dass der „Wechsel auf der Kommandobrücke im Militärkommando Niederösterreich“ mit einer Zäsur gleichzusetzen sei, die in den Geschichtsbüchern ihren Platz finden werde. Er betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesland Niederösterreich und dem Bundesheer etwas ganz Wesentliches sei.

„Gott sei Dank ist die Zeit der Reduktion zu Ende und die Zeit der Fortschritte im Bundesheer angebrochen“, bedankte sich Pröll bei Bundesminister Doskozil „für deine politische Arbeit, dein Stehen zum Bundesheer und die Zusammenarbeit mit dem Bundesland Niederösterreich“. Im Miteinander habe man auch die Entscheidung getroffen, dass Brigadier Jawurek auf Brigadier Striedinger als Militärkommandant für Niederösterreich folge. Jawurek bringe eine „fundierte Ausbildung für den Generalstab“ mit, hob der Landeshauptmann dessen strategisches und organisatorisches Geschick hervor. „Er hat sich in einer Vielzahl an Funktionen bewährt und verfügt zudem über internationale Erfahrung bei Auslandseinsätzen.“ Mit Jawurek sei gewährleistet, „dass die umsichtige Führung und nahtlose Fortführung des Kurses weitergeführt werden kann“, wünschte der Landeshauptmann dem neuen Militärkommandanten für seine Arbeit „eine sichere und umsichtige Hand“.

Einen Dank richtete er an den scheidenden Militärkommandanten Brigadier Striedinger. „Vor fünf Jahren haben wir hier die Staffelholzübergabe von Generalmajor Johann Culik an Brigadier Rudolf Striedinger gefeiert“, betonte Pröll, dass dieser hervorragende Arbeit geleistet habe: „Du hast gezeigt, du bist ein Profi in der Sache. Du bist Sicherheitsmanager, Militärexperte und Führungspersönlichkeit. Es hat eine perfekte Zusammenarbeit mit allen Seiten gegeben – durch eine klare Sprache, durch Loyalität und Verlässlichkeit und durch Kompetenz und präzise Umsetzung.“ „Du hast viel für den Familiensinn in Niederösterreich getan. Das Bundesheer ist nicht nur ein Sicherheitsfaktor, es ist auch ein entscheidender gesellschaftlicher Faktor“, betonte Pröll das kulturelle sowie das soziale Engagement und dass dieses mit Striedinger in einer exzellenten Art und Weise gepflegt worden sei.

Bundesminister Doskozil bedankte sich dafür, dass die Übergabe des Militärkommandos Niederösterreich „in dieser Art und Weise stattfinden kann“, denn das sei nicht nur „ein Zeichen der Dankbarkeit“ für den ehemaligen Militärkommandanten, sondern auch für den zukünftigen Militärkommandanten wichtig. „Eine Kommandoübergabe bedeutet Abschied nehmen“, so Doskozil in Bezug auf Striedinger. Dieser zeichne sich durch Loyalität aus. Er bedankte sich dafür, dass man die Strukturen des Bundesheeres mit Grundwehrdienern und Miliz gemeinsam aufrechterhalten könne. Zum neuen Militärkommandanten sagte der Bundesminister, Jawurek habe in den letzten Monaten bereits „ausgezeichnete fundierte Arbeit geleistet“.

Verantwortung als Militärkommandant in einem solchen Bundesland zu tragen, sei „etwas Besonderes“, so der stellvertretende Streitkräfte-Kommandant Brigadier Prader. Die Arbeit als Militärkommandant erfordere „Fingerspitzengefühl mit der Politik und rasches Reagieren im Einsatz“. Und die Position erfordere auch, „Entscheidungen zu treffen“, so Prader. Striedinger habe eine „hohe Durchschlagskraft und hohe Anerkennung im Bundesheer“. „Das zeigt auch die Bestellung zum Leiter des Abwehramtes“, so Prader. Der neue Militärkommandant Jawurek zeichne sich durch Loyalität aus: „Du bist ein unglaublich loyaler Mitarbeiter, aber auch der Sache gegenüber“, betonte Prader Jawureks Handschlagqualität. Mit Jawurek habe das Militärkommando Niederösterreich „einen Mann an der Spitze, auf den man vertrauen kann, der Probleme löst und nicht nur aufzeigt“.

Brigadier Striedinger hob als eines der wichtigsten Dinge in seiner Amtszeit die Diskussion um die Zukunft des Bundesheeres hervor und, dass er immer versucht habe, objektiv zu informieren. Der Erhalt der Wehrpflicht habe sich kurze Zeit später bereits beim Hochwasser bewährt, denn dabei habe sich gezeigt, dass das Bundesheer mit einer solchen Krise gut zurechtkomme. Weiters hob er den Assistenzeinsatz für das Landespolizeikommando in der Angelegenheit des Wilderers vom Annaberg hervor. Es sei wichtig daran zu arbeiten, dass das Bundesheer seiner Aufgabe in Zukunft wieder gerecht werden könne. Striedinger bedankte sich bei Bundesminister Doskozil, Landeshauptmann Pröll, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Nationalrat Otto Pendl dafür, dass man gemeinsam die Militärmusik erhalten habe können. Mit einem Dank beim Land Niederösterreich, bei den zahlreichen Kooperationspartnern sowie bei allen Einsatzorganisationen für die Zusammenarbeit meldete er sich als Militärkommandant von Niederösterreich ab, versicherte aber, „ein begeisterter Landesbürger“ zu bleiben.

Brigadier Jawurek betonte, dass er mit großem Stolz das Kommando übernommen habe und bezeichnete das als „Höhepunkt meiner Karriere im Bundesheer“. Er bedankte sich bei Bundesminister Doskozil und Landeshauptmann Pröll für das Vertrauen, das ihm entgegengebracht werde. Niederösterreich sei nicht nur das größte Bundesland in Österreich, sondern habe auch die meisten Kasernen. „Das Militärkommando Niederösterreich ist Basis und Heimat der Miliz als nicht wegzudenkender und integraler Bestandteil des Bundesheeres“, so Jawurek. An das Militärkommando Niederösterreich richtete er die Bitte „gemeinsam als Team die Aufgaben und den Schutz der Bevölkerung zu erfüllen“. Bei seinem Vorgänger Striedinger bedankte er sich für die „geleistete Arbeit, mit der die beste Voraussetzung für meine Zeit als Kommandant geschaffen worden ist“.

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