Industrie fordert sachliche Diskussion zur Schulverwaltung

IV-GS Neumayer: Neues und modernes Modell der Schulverwaltung notwendig – Parteipolitischen Einfluss beseitigen – Schulträgermodell als Alternative

Wien (OTS) - „Wir brauchen eine neue und moderne Schulverwaltung, aber die aktuellen Diskussionen um die Bildungsdirektionen erinnern an das bekannte Bund-Länder-Hick-Hack“, äußerte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, Bedenken der IV angesichts der geplanten Bildungsdirektionen. Der IV-Generalsekretär warnte davor, „in diese altbekannten Muster zu verfallen“, ohne darauf zu fokussieren, worauf es bei einer Schulverwaltungsreform wirklich ankomme, nämlich: „Transparenz der Kostenströme, schlanke Strukturen, eine zentrale Steuerung durch den Bund, Effizienz in der Verwaltung, Ende der politischen Einflussnahme in allen Bereichen, und das alles im Interesse von Schülerinnen und Schülern.“

Vor diesem Hintergrund habe die IV schon die ursprünglichen Pläne von November 2015 kritisch gesehen, weil „trotz sicherlich guter Absichten, damit der derzeitige Ist-Zustand rechtlich einzementiert würde“, wie Neumayer betonte. Denn auch mit den Bildungsdirektionen bestehe die Gefahr, dass die Schulen in parteipolitischer Hand bleiben, so der Generalsekretär: „Das zeigt sich an den Plänen, den Landeshauptmann per Landesgesetz zum Präsidenten der Bildungsdirektionen zu ernennen. Wenn man es mit der Rücknahme politischer Einflussnahme wirklich ernst meint, ist so eine Bestimmung ein absolutes No-Go!“ Die IV habe sich immer klar gegen die Tendenz der Verländerung in der Schulverwaltung ausgesprochen, „und das wird sich sicher nicht ändern“.

Der Industrie gehe es um die Etablierung einer gänzlich neuen, verschlankten und von parteipolitischem Einfluss befreiten Schulverwaltungsstruktur. „Und das lässt sich aus unserer Sicht am besten mit Schulträgern verwirklichen, die nahe an den Schulstandorten arbeiten und sie auf dem Weg in die Autonomie unterstützten. Diese Schulträger sind dem Bund gegenüber für die Qualität ihrer Schulen sowie für die Umsetzung der finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen verantwortlich. Und sie sind auch Dienstgeber der Pädagoginnen und Pädagogen. Damit wäre eine klare Trennung von zentraler Steuerung und operativer Umsetzung gewährleistet. Für dieses Modell treten wir weiterhin ein“, so Neumayer.

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