NEOS: Bildungsdirektionen als Mischbehörde sind ein fauler, schädlicher Kompromiss

Matthias Strolz: „Bürokratische und parteipolitische Gängelung der Schulen wird in die Verlängerung gehen“

Wien (OTS) - Anstatt für klare Verhältnisse und eindeutige Zuständigkeiten zu sorgen, sind die geplanten Bildungsdirektionen als Mischbehörde zwischen Bund und Land nur ein weiterer fauler Kompromiss. „Damit wird den Schülerinnen und Schülern geschadet. Es wird nur ein Ziel erfüllt: die Landesfürsten sichern sich auch weiterhin den parteipolitischen Zugriff auf das Schulsystem. Wir NEOS sprechen uns entschieden gegen diese elende Vorgangsweise aus, denn Macht und Parteipolitik haben im Bildungsbereich nichts verloren“ stellt Klubobmann Matthias Strolz klar.

Strolz sieht die Rolle der Landeshauptleute in der ganzen Bildungsdebatte klar negativ. „Die Regierung konnte sich bei der Ganztagsschule nicht gegen die Länder durchsetzen und nun geht sie auch beim Versuch der Entbürokratisierung in die Knie. So können keine echten Reformen umgesetzt werden, so können wir unser Schulsystem nicht zukunftsfit machen“, zeigt sich der NEOS-Bildungssprecher über den Mangel an Durchsetzungsfähigkeit vonseiten der Bundesregierung schockiert.

Positiv bewertet Matthias Strolz die offenbar geplante Möglichkeit, auch die Kindergartenaufsicht in die neuen Bildungsdirektionen zu integrieren. Aktuell wird dies aber leider nur von Landeshauptmann Peter Kaiser angedacht: „Das wäre ein wichtiges Signal und ein Schritt in die richtige Richtung. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung für den elementaren Bildungsbereich und sollten ihn selbstverständlich in der Bildungslandschaft vollintegriert mitdenken und mitplanen. Am besten also aus einem Guss und in einer Hand“, fordert Strolz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Parlamentsklub der NEOS
01 40110-9093
presse@neos.eu
http://neos.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEK0001