„Tatort Staatsarchiv“ (AT) im Visier von Christiane und Mavie Hörbiger

Peter Payer inszeniert ORF-Familiendrama mit Otto Schenk, Cornelius Obonya, Branko Samarovski und Laurence Rupp in weiteren Rollen

Wien (OTS) - Zum ersten Mal steht Christiane Hörbiger derzeit gemeinsam mit ihrer Nichte Mavie vor der Kamera und erzählt für das spannende ORF-Familiendrama „Tatort Staatsarchiv“ (AT) ein Stück österreichischer Zeitgeschichte: Als Historikerinnen begeben sich die beiden auf eine Spurensuche in die Nachkriegszeit und stoßen dabei auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Mit dabei aus dem Hörbiger-Clan sind außerdem Cornelius Obonya und Manuel Witting. Den hochkarätigen Cast komplettieren in weiteren Rollen u. a. Barbara Petritsch, Maria Urban, Michael Steinocher, Branko Samarovski, Laurence Rupp, Anna Unterberger und Otto Schenk. Für Drehbuch und Regie zeichnet Peter Payer verantwortlich. Im Rahmen eines Presse-Settermins führten die Dreharbeiten gestern, am Dienstag, dem 22. November 2016, zum Friedhof in Vösendorf.

Christiane Hörbiger als Professorin und Wissenschafterin

Christiane Hörbiger spielt Adelgunde, eine emeritierte Professorin für Zeitgeschichte an der Uni Wien und enthusiastische Wissenschafterin, die ein neu gegründetes Institut für Europäische Sozialgeschichte aus der Taufe heben soll: „Adelgunde ist eine Professorin ohne Privatleben, die ganz für den Beruf lebt und ein neues Institut bekommen soll – was dann aber durch Intrigen vereitelt werden soll.“ Wie es ist, gemeinsam mit der Familie am Set zu stehen? „Das ist wunderschön. Ich freue mich immer, wenn sie in der Früh in den Maskenwagen steigen. Aber hauptsächlich geht es natürlich um die Arbeit. Jetzt war es schon länger nicht mehr so, aber meine kleinere Schwester hat früher viele Familienfeste gemacht, wo wir alle zusammengekommen sind. Das war immer sehr schön.“ Und weiter über die Zusammenarbeit mit Otto Schenk: „An Otto Schenk schätze ich seinen unendlichen Humor, wir haben schon sehr viel zusammengearbeitet, und ich muss sagen, dass ich von ihm am meisten gelernt habe, essenzielle Dinge am Theater.“

Otto Schenk: „Ich bin immer schon ein Forscher der Vergangenheit gewesen“

Otto Schenk spielt den ehemaligen Bauernbundobmann Reiter senior:
„Reiter senior ist ein Zerrissener, der etwas aus der Vergangenheit weiß, mit dem er nicht fertig wird. Ich bin immer schon ein Forscher der Vergangenheit gewesen, spiele auch gerne Stücke, die aus einer Vergangenheit erzählen. Ich glaube, dass die Vergangenheit der beste Lehrmeister für die Zukunft ist und wir wissen müssen, was war und wieso alles so ist, wie es ist. Wenn wir die Vergangenheit schwänzen, schwänzen wir ein ganz großes Erbe an Erfahrungen, die wir machen müssten. Jeder Film, der eine Zeit schildert, mit der man Mitleid haben muss, ist heutig.“

Cornelius Obonya: „Wir sind die Figuren, die wir sind“

Cornelius Obonya steht als Finanzlandesrat Reiter junior vor der Kamera. „Ich spiele den Sohn von Otto Schenk, einen Politiker und Ehrgeizling, jovialen Typ. Reiter junior weiß schon, dass der Vater irgendetwas am Kerbholz hat und ist sehr darauf erpicht, dass da auch niemand weiter nachbohrt – was aber zu einem großen Grad schiefgeht.“ Obonya über die Dreharbeiten mit der Familie: „Natürlich kennt man einander, und es ist schön, gemeinsam mit seiner Tante und Großcousine zu drehen. Aber es macht keinen Unterschied und ist genauso wie mit jedem anderen Kollegen. Wir sind die Figuren, die wir sind.“ Und weiter über die Produktion: „Es geht in dem Film auch um die Frage, was passiert, wenn Dinge verschwiegen werden, die man lieber niemals getan hätte. Und wenn einer mit der Lüge oder dem Verschweigen beginnt, kommt der nächste und der nächste, bis sich das in irgendwelche Höhen hinauf schraubt und schließlich explodiert.“

Regisseur und Drehbuchautor Peter Payer: „Eine Zeit, über die noch wenig erzählt worden ist“

Regisseur und Drehbuchautor Peter Payer: „Ich finde es grundsätzlich wichtig, die Vergangenheit nicht vergangen sein zu lassen, vor allem wenn deren Auswirkungen auch heute noch zu spüren sind. Der Zugang ist die Familiengeschichte, und das Spannende ist, dass der Film in eine Zeit zurückreicht, über die noch wenig erzählt worden ist, die Besatzungszeit. Und im Zuge der Recherchen bin ich dann auf etwas gestoßen, das mir in dieser Dimension noch neu war, dass im nördlichen Weinviertel eines der größten zusammenhängenden Erdgas-und Erdölfelder Mitteleuropas existiert und die Russen dort eine Industrie aufgebaut haben. Und diese Ölfundfelder haben bis heute massive Auswirkungen auf die Energiepolitik Österreichs.“ Wie das Zusammenspiel all dieser Schauspiellegenden verschiedener Generationen funktioniert? „Der Cast ist ein Glücksfall, und ich bin sehr froh darüber, diesen Film machen zu dürfen. Ein unfassbares Handwerk, Professionalität, Disziplin und Erfahrung.“

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Die Dreharbeiten in Wien und Niederösterreich dauern bis 2. Dezember. Zu sehen ist „Tatort Staatsarchiv“ voraussichtlich 2017 in ORF 2. „Tatort Staatsarchiv“ (AT) ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Mona Film.

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