KAV-Auslagerung: Ärztekammer fordert Einbindung in den Prozess

Kritische Stimme notwendig, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen – Szekeres: „Ärzteschaft will sich konstruktiv einbringen“

Wien (OTS) - Positiv nimmt die Wiener Ärztekammer die Aussage von der Stadt Wien und Bürgermeister Michael Häupl auf, das weitere Vorgehen hinsichtlich einer möglichen Auslagerung des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) „nur in Diskussion mit Personalvertretern, dem Koalitionspartner und der Opposition“ zu unternehmen. Die Ärztekammer stehe jedenfalls bereit, in dieser essenziellen gesundheitspolitischen Entscheidung für Wien „konstruktive Beiträge beizusteuern“, sagt Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. ****

Vor allem aufgrund der „Vergangenheitsbewältigung“ und um einen endgültigen Schlussstrich unter die bisherige problematische Bilanz des KAV zu ziehen, sei es wichtig, die Ärztekammer, „die bis dato am stärksten für die Interessen der Ärzte- und Patientenschaft eingetreten ist“, in die Diskussion miteinzubeziehen.

Auch sei man derzeit „bestens mit der Materie vertraut, da sich Ärztekammervertreter nach dem jüngsten Warnstreik in intensiven Verhandlungen mit den Personalvertretern und dem Management des KAV zur Verbesserung des Unternehmens befinden“, führt Szekeres weiter aus. Hier seien bereits „erste Fortschritte“ gemacht worden, der Prozess würde aber noch weiter andauern, um das Unternehmen KAV auch nachhaltig zu verbessern.

Bei den seit Oktober dieses Jahres tagenden Arbeitsgruppen werden Themen wie Betriebsklima und Organisation, Transparenz, Ausbildung, EDV, Strukturmaßnahmen, ärztliche Personalbedarfsplanung und Dienstplanerstellung behandelt. Diese zeichnen sich erfreulicherweise durch ein „konstruktives Einbringen und Mitarbeiten“ aus, so Szekeres.

„Wir sind bereit, uns konstruktiv in den Prozess einzubringen – wenn dazu ein Angebot seitens der Stadt oder des KAV kommt.“ Denn vom medizinischen Standpunkt aus sei es „äußerst wichtig“, dass bei einer Auslagerung der ärztliche Sachverstand eingebunden werde und damit nichts passiere, was Patientinnen und Patienten gefährden könnte, betont Szekeres. (ast)

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