ÖGB-PensionistInnen erarbeiten Forderungskatalog für 24-Stunden-Betreuung

Angekündigter PensionistInnen-Hunderter wird ausdrücklich begrüßt

Wien (OTS) - Der ÖGB-BundespensionistInnen-Vorstand hat einen eigenen Forderungskatalog zur 24-Stunden-Betreuung erarbeitet. Gleichzeitig wurde der von der Bundesregierung angekündigte PensionistInnen-Hunderter zusätzlich zur Erhöhung der Pensionen um 0,8 Prozent ausdrücklich begrüßt. Werner Thum, Bundesvorsitzender der ÖGB-PensionistInnen zum Forderungskatalog „24-Stunden-Betreuung“: „In einer Arbeitsgruppe haben wir uns gemeinsam mit VertreterInnen der zuständigen Fachgewerkschaften, der Fachgruppenvereinigung der Gesundheits- und Sozialberufe sowie ExpertInnen des ÖGB eingehend mit dem Thema beschäftigt. Die Vorschläge werden nun breit diskutiert.“++++

Vorgeschlagen wird beispielsweise die Abschaffung der Selbstständigkeit bei der 24-Stunden-Betreuung, „weil diese in Wirklichkeit eine Scheinselbstständigkeit darstellt, mit der Folge, dass weder das Arbeitszeitrecht noch das kollektivvertragliche Mindestentgelt zur Anwendung kommen. Die Betreuungskräfte sollen dagegen bei zertifizierten Trägervereinen beschäftigt sein.“ Thum:
„Wir wollen auch eine bessere Ausbildung. Diese muss zumindest einer Heimhilfen- oder einer anderen vergleichbaren Ausbildung entsprechen.“

Die ÖGB-PensionistInnen wollen auch eine Reform der Förderung der 24-Stunden-Betreuung. So soll nur die unselbstständige Beschäftigung gefördert und auch sozial gestaffelt werden. Weiters sollen mobile Dienste, Pflegeheime, Tageszentren, alternative Wohnformen, Hospize und Palliativeinrichtungen flächendeckend ausgebaut werden. Thum:
„Wir wollen auch einen Rechtsanspruch auf Sach- bzw. Dienstleistungen. Regresse müssen generell abgeschafft werden.“ Gefordert wird auch die Überführung der Betreuung und Pflege in die Bundeskompetenz, um so einheitliche Angebots- und Verwendungsstandards zu erreichen.

Die Arbeitsbedingungen im Bereich der mobilen Pflege müssen verbessert und die Einkommen im Rahmen der Kollektivverträge im Sozial- und Gesundheitsbereich angehoben werden. Präventivmaßnahmen zur Verhinderung physischer oder psychischer Erkrankungen der BetreuerInnen sind zu ergreifen. Vollzeit- muss vor Teilzeitarbeit gehen.

Weiters fordern die ÖGB-PensionistInnen einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und Pflegeteilzeit. Für pflegende Angehörige soll es einen Rechtsanspruch auf Urlaub geben. Thum: „Der Forderungskatalog soll Anfang kommendes Jahres beschlossen werden.“

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