Gewerkschaft vida: Ticketsteuer-Senkung muss mit Beschäftigungsaufbau verknüpft sein

vida-Schwarcz: "Lufthansa muss endlich in die Gänge kommen und Konzepte vorlegen"

Wien (OTS) - "Die geplante Senkung der Ticketsteuer muss mit einem Aufbau und einer Absicherung der Beschäftigung bei der AUA und am Flughafen einhergehen!“, fordert der Vorsitzende des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, Johannes Schwarcz, im Vorfeld des morgigen Ministerratsbeschlusses zur Halbierung der Ticketsteuer. "Finanzminister Hans Jörg Schelling hat sich schon im Vorfeld der Verhandlungen über die Ticketsteuer-Senkung über den Tisch ziehen lassen. Jetzt gilt es den Schaden zu begrenzen und letztlich davon zu profitieren“, so der vida-Gewerkschafter.

Leere Verhandlungskilometer

Schellings Verhandlungen für den Wirtschaftsstandort Österreich seien eine Blamage, so Schwarcz: "Die von der AUA-Mutter Lufthansa zugesagte Expansion in Österreich im Gegenzug für die Halbierung der Ticketsteuer war längst ausgemachte Sache! Hätte sich der Finanzminister ein wenig mit den Sozialpartnerverhandlungen in den betroffenen Unternehmen beschäftigt, hätte er gewusst, dass die Produktionserweiterung bei der AUA bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Sommer längst vereinbart wurde. Ein Anruf in der Gewerkschaft vida hätte genügt! Für bereits ausgemachte Investition senkt Schelling jetzt die Ticketsteuer.“

Lufthansakonzern muss endlich längst überfällige Taten setzen

Für die AUA braucht es jetzt die Entscheidung welche neuen Flugzeuge die bereits in die Jahre gekommenen ersetzen. Wien muss von der AUA wieder verstärkt als Langstrecken Hub ausgebaut werden. Erst dieser Schritt sichert den Standort und die Beschäftigung. Mit nur ein oder zwei zusätzlichen Langstreckendestinationen kann davon noch keine Rede sein. Zudem muss das zweite Lufthansa Unternehmen in Österreich, Eurowings, endlich fair tarifiert werden, fordert Schwarcz: "Die Lufthansa speist die FlugbegleiterInnen mit Gehältern ab, bei denen sich viele nicht einmal eine eigene Wohnung leisten können. Zusätzlich sind die Gehaltszahlungen so flexibel geregelt, dass ein beträchtlicher Teil des Unternehmensrisikos auf die ArbeitnehmerInnen abgewälzt wird. Wenn die Lufthansa so weitermacht, produziert sie hier eine neue Dimension von Armut trotzt Arbeit und wird einen gewaltigen Arbeitskampf provozieren. Ich erwarte mir in den nächsten Tagen nicht nur Worthülsen von der Lufthansa sondern Taten.“

Auch für Schelling hat Schwarcz eine abschließende Botschaft: "Die Gewerkschaft und die Beschäftigten werden ihn persönlich verantwortlich machen, wenn mit der Senkung der Ticketsteuer wichtiges Wachstum bei der AUA blockiert wird. Es kann nicht sein, dass ein Finanzminister aus Österreich sich nicht für die Beschäftigten in seinem Land einsetzt, sondern es ihm offenbar viel wichtiger ist, dass die Bonuszahlungen von Lufthansachef Carsten Spohr und AUA-Boss Kay Kratky gesichert sind.“

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