FP-Huber: Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen haben sich verdoppelt!

FPÖ Niederösterreich fordert sofortige Investitionen und umgehende Sicherungsmaßnahmen

St. Pölten (OTS) - „Jeder Zwischenfall an einer Eisenbahnkreuzung ist einer zu viel“, beklagt LAbg. Ing. Martin Huber die jüngste Kollision eines LKW mit der Erlauftalbahn im Bezirk Scheibbs. Der betroffene Bahnübergang ist nur durch eine Lichtsignal-Anlage geregelt. Jedes Jahr aufs Neue passieren zahlreiche Verkehrsunfälle in Niederösterreich, vor allem im Bereich der Nebenbahnen. „Die Landesregierung ist aufgefordert, endlich aktiv zu werden und sämtliche Bahnübergänge flächendeckend einer Gefahrenüberprüfung zu unterziehen“, erklärt Huber und fordert ein sofortiges Sicherungskonzept. „Es kann nicht sein, dass immer erst etwas passieren muss, bis die ÖVP Maßnahmen setzt“, ärgert sich der freiheitliche Verkehrssprecher.

In Niederösterreich gibt es insgesamt 1.179 öffentliche Eisenbahnkreuzungen, wobei nur 610 durch technische Maßnahmen gesichert sind. Im Vergleich zum Jahr 2015 hat sich die Anzahl der Vorkommnisse österreichweit von 23 auf über 49 bereits mehr als verdoppelt. Alleine zwölf Unfälle ereigneten sich im ersten Halbjahr 2016 in Niederösterreich. Sage und schreibe 80 Prozent aller Unfälle passieren auf Eisenbahnkreuzungsanlagen ohne technischer Sicherung mit unbeschränkten Übergängen, vor allem auf Landes- und Gemeindestraßen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Halbjahresstatistik des Bundesministeriums für Verkehr. „Die offiziellen Zahlen belegen, dass akuter Handlungsbedarf vorliegt“, erklärt Huber.

Die vom Verkehrsministerium errechneten volkswirtschaftlichen Kosten für Unfälle auf Eisenbahnkreuzungsanlagen betragen rund 75 Millionen Euro jährlich. Dem gegenüber stehen Kosten zur Entschärfung der Gefahrenquellen von ca. 250 Millionen Euro. „Das Leben und die Sicherheit unserer Bürger müssen es wert sein, diese Investitionen endlich sicherzustellen. Wie viele Menschen müssen noch ums Leben kommen, bis neuralgische Bahnübergänge entschärft werden“, so Huber.

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