Tag der pflegenden Angehörigen: Stöger bedankt sich beim „größten Pflegedienst der Welt“

Betreuende Angehörige sind die tragende Säule des österreichischen Pflegesystems

Wien (OTS) - Zum Tag der pflegenden Angehörigen am 18. November würdigt Sozialminister Alois Stöger deren zunehmende Bedeutung und Engagement. Derzeit haben mehr als 456.000 Frauen und Männer Anspruch auf Pflegegeld, was etwa 5 % der österreichischen Bevölkerung entspricht. „Ich kann nicht oft genug betonen, dass rund drei Viertel der pflegebedürftigen Menschen zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt werden, die damit große Belastungen auf sich nehmen und einen gesellschaftspolitisch äußerst wertvollen Beitrag leisten. Jenen Angehörigen gilt mein aufrichtiger Dank“, betont der Sozialminister.****

Betreuende Angehörige sind nicht nur der „größte Pflegedienst“ der Welt, sondern auch eine der tragenden Säulen des österreichischen Pflegevorsorgesystems. Umso wichtiger ist es, sie bestmöglich zu entlasten und deren Position zu stärken. Neben dem Pflegegeld unterstützt das Sozialministerium Angehörige durch verschiedenste Maßnahmen. Der Rechtsanspruch auf Pflegekarenzgeld als Einkommensersatz während einer Pflegekarenz, Pflegeteilzeit oder Familienhospizkarenz, die Förderung der 24-Stunden-Betreuung und die Finanzierung einer Ersatzpflege während Erkrankung oder Urlaub der Hauptbetreuungsperson haben sich bewährt. Ab 2017 wird die jährliche Höchstzuwendung für Ersatzpflege für pflegende Angehörige, die Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen oder Minderjährige betreuen, um € 300 erhöht. Dadurch können diese Personen mit bis zu 2.500 Euro pro Kalenderjahr (bei Pflegegeld der Stufe 7) für das Heranziehen von professioneller oder privater Ersatzpflege gefördert werden. Darüber hinaus bestehen für pflegende Angehörige zahlreiche Möglichkeiten zur beitragsfreien Absicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung.

Außerdem ist es gelungen, den Pflegefonds in der Höhe von insgesamt 1.914 Millionen Euro für die Jahre 2017 bis 2021 weiter zu dotieren. Ziel ist die Weiterentwicklung der bedarfsgerechten Versorgung hilfebedürftiger Menschen und deren Familien mit bedarfsorientierten und leistbaren Betreuungs- und Pflegedienstleistungen. Zudem sollen jährlich € 18 Mio. zusätzliche Mittel für die Erweiterung der Angebote der Hospiz- und Palliativbetreuung bereitgestellt werden. (schluss)

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