Auer: EU-Studie weist gute CO2-Bilanz für heimische Landwirtschaft aus

Brasilianisches Rindfleisch trägt schweren CO2-Rucksack

Wien (OTS) - "Die Klimakonferenz in Paris verlangt einen Totalausstieg aus den fossilen Energien. Auch in Marokko zeigen die meisten Teilnehmer der Weltklimakonferenz einen aktiven politischen Umsetzungswillen. Wir werden alles bündeln, verstärken und intensivieren müssen, was bisher in die Richtung der CO2-Reduktion erklärt und gemacht wurde, um die Klimaziele zu erreichen", stellt Bauernbund-Präsident Jakob Auer fest.

Heimisches Rindfleisch klimaschonend

"Laut einer EU-Studie kann sich die CO2-Bilanz der heimischen Bauern schon heute sehen lassen. Knapp 9% trägt die österreichische Landwirtschaft zu den Treibhausgas-Emissionen bei, der EU-Schnitt liegt bei 9,6%. Besonders niedrig sind in unserem Land die Emissionswerte bei Rindfleisch und Kuhmilch. Aber auch Schweinefleisch wird in Österreich weit klimaschonender produziert als anderswo in der EU", erklärt Auer. Laut Experten nützen die heimischen Bauern dem Klimaschutz, indem sie selbst Futter für die Tiere produzieren. "Statt von CO2-belastenden Futterimporten abhängig zu sein, bauen unsere Landwirte vielfach selbst Futterpflanzen an und verfüttern überdurchschnittlich viel Gras und Heu. Allein der Heumilchanteil in Österreich liegt bei 15%, EU-weit bei mageren 3%", legt Auer eindrucksvolle Zahlen vor. Anders ist es bei den Methangasen, welche Kühe emittieren, die auf der Weide stehen: "Die eher industrielle Tierhaltung in Ställen hat hier einen Vorteil gegenüber der Weidehaltung. Kühe auf der Weide haben bei uns Tradition, das wird vom Konsumenten gewünscht", informiert der Präsident.

Importiertes Rindfleisch ist nicht klimafreundlich

"In der gesamten Bilanz sind österreichische Bäuerinnen und Bauern aber sehr positiv unterwegs. Wichtig ist, dass auch die Konsumenten zum klimaschonenden heimischen Erzeugnis greifen. Importiertes Fleisch, etwa aus Brasilien, hat einen schweren CO2-Rucksack umgeschnallt", gibt Auer zu bedenken. "Was bei uns nicht Saison hat, muss klimaschädlich importiert werden. Heimische Nahrungsmittel tragen aber direkt zum Klimaschutz bei", so der Bauernbund-Präsident. Auch Vizekanzler Reinhold Mitterlehner habe in der jüngsten "Pressestunde" den Klimaschutz zum wichtigen Diskussionspunkt gemacht, unterstreicht Auer, dass es eine intensive Arbeit an der österreichischen Klima- und Energiestrategie brauche. Wichtig sei eine Gesamtstrategie, die auch europäisch und international zu akkordieren ist. "Eine europäische CO2-Abgabe ist sinnvoll, Alleingänge beim Klimaschutz hingegen nicht", stellt Auer klar. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Andrea Salzburger
Bauernbund Österreich
Tel.-Nr. +43/1/5058173-28, Mobil: +43/699/18101805
E-Mail: a.salzburger@bauernbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0003