Grüne Wien/Meinhard Schiebel zum Tag der pflegenden Angehörigen: Unterstützung bieten nach Vorbild der "Grätzelschwestern"

Wien (OTS) - Was pflegende Angehörige und Zugehörige tagtäglich leisten, weiß zwar die Wissenschaft und die Sozialwirtschaft, aber immer noch leben und arbeiten die Betroffenen im Verborgenen. "Allein in Wien sind es Zehntausende von Menschen und hier zum größten Teil Frauen, die oft neben ihrer eigenen Erwerbstätigkeit betreuen und pflegen" weiß Birgit Meinhard-Schiebel, Pflegesprecherin der Grünen Wien.

Obwohl es Infos und Unterstützungsangebote gibt, werden die pflegenden Angehörigen und Zugehörigen nur unzureichend erreicht. Sie haben zu wenig Zeit und Zugangsmöglichkeiten, um sich Entlastung und Beratung zu verschaffen. Viele von ihnen pflegen und betreuen ihre Kinder mit Behinderung oder Erkrankung, ihre PartnerInnen, FreunInnen und Eltern. Ihre Arbeit entlastet das gesamte Sozial- und Gesundheitswesen in Millionenhöhe. Im Konzept "Pflege und Betreuung 2030" wurde die Leitlinie zur Entlastung pflegender Angehöriger festgeschrieben.

"Um pflegende Angehörige und Zugehörige zu erreichen und ihnen zur Seite zu stehen, braucht es noch mehr eine Berufsgruppe wie es die "Grätzelschwestern/Brüder" sind. Sie sind es, die sie während des gesamten Pflegeprozesses regelmäßig begleiten. Modelle in den nordischen Ländern zeigen, dass die Community Nurses sowohl professionelles Wissen zur Verfügung stellen, aber auch Vertrauensperson für diesen oft sehr belastenden Teil des Lebens sind. Jede Entlastung und Unterstützung ist zugleich auch ein wichtiger Beitrag innerhalb des Gesundheits- und Pflegewesens" sagt Meinhard-Schiebel, die auch ehrenamtlich Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger ist.

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