Ein Jahr Rot/Grün II und Schuldenexplosion: Stimmung der Unternehmen am Boden

Wirtschaftsbund Wien präsentiert Ergebnisse von IMAS-Umfrage unter Wiener Selbstständigen. Reformen eingefordert, schließlich sind „Schulden von heute die Steuern von morgen"

Wien (OTS) - „Die wirtschaftliche Lage in Wien wird durch politisches Missmanagement noch verschärft. Was die Selbstständigen der Bundeshauptstadt Tag für Tag am eigenen Leib zu spüren bekommen, können wir nun auch mit dem statistischen Zahlenmaterial belegen“, sagt Christoph Biegelmayer, Direktor des Wiener Wirtschaftsbundes, anlässlich der Ergebnispräsentation einer IMAS-Studie unter den Wiener Unternehmen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

• Die schlechte Stimmung der Selbstständigen lässt sich an der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden 12 Monaten ablesen: 58% geben an, dass die wirtschaftliche Lage gleich bleiben wird, 26% gehen von einer Verschlechterung des Status Quo aus.

• Mehr als die Hälfte (57%) der Befragten glaubt nicht, dass sich der Standort in die richtige Richtung entwickelt. Nur noch 24% sehen den richtigen Kurs eingeschlagen.

• Die meistgenannten Gründe für den schwierigen Unternehmensalltag sind: Bürokratie und damit verbundene Aufwände, immer mehr bzw. strengere gesetzliche Rahmenbedingungen und die Höhe der Lohnnebenkosten sowie des Steuern- und Abgabenniveaus.

• 80% der Wiener Unternehmer geben sogar an, dass die Bürokratie ihr Unternehmen stärker hemmt, als Mitbewerber.

„Diese Ergebnisse sind ob ihrer Eindeutigkeit natürlich erschreckend, andererseits müssen sie für die Wiener Stadtregierung endlich der letzte Weckruf sein“, so Biegelmayer.

Die präsentierten Studienzahlen sind das Bilanzergebnis nach einem Jahr der zweiten, rotgrünen Wiener Stadtregierung. Neben der offiziellen Schuldenexplosion auf 6 Milliarden Euro, ständig steigender Arbeitslosigkeit sowie geringem Wirtschaftswachstum, herrscht in Wien trotz zahlreicher offener Baustellen wirtschaftspolitischer Stillstand. 70% der Landessteuern und 30% der Gebühren werden von Unternehmen finanziert, die Kennzahlen zeigen, dass in Wien die Bürokratiekosten pro Mitarbeiter über dem österreichweiten Schnitt liegen und die dauerhafte Reformunwilligkeit verursacht Unternehmerfrustration.

Die hierfür notwendigen Reformschritte liegen laut Meinung des Wirtschaftsbundes längst auf dem Tisch. „Das seit Jahren praktizierte Dogma, sich aus der Krise herauszuinvestieren, zeigt keine befriedigenden Ergebnisse“ so Biegelmayer, der auf die notwendigen Reformschritte im wirtschaftspolitischen Programm der Wirtschaftskammer Wien verweist. „Unternehmen brauchen Freiheit und Entlastung, um Wachstum zu generieren, die Reduktion der Bürokratie und die Entlastung von Steuern und Gebühren muss unser Ziel sein, wir bieten gerne Hilfe an“

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