ORF III am Wochenende: Philharmoniker mit Buchbinder und Mehta, „Hamlet“ und Kaiser Franz Joseph

Außerdem: „Denk mit Kultur“ mit Willi Resetarits und Ruth Brauer-Kvam, „bauKUNST“ u. v. m.

Wien (OTS) - Mit Dokumentationen anlässlich des 100. Todestages von Kaiser Franz Joseph (Details zum ORF-Programmschwerpunkt unter presse.ORF.at), den Aufzeichnungen eines Abo-Matineekonzerts der Wiener Philharmoniker mit Rudolf Buchbinder unter Zubin Mehta sowie der „Hamlet“-Neuproduktion aus dem Theater an der Wien und vielem mehr begrüßt ORF III das Publikum am Wochenende.

Eine neue Ausgabe der zehnteiligen Reihe „bauKUNST“, die jede Woche eine Kunstintervention zeigt, steht am Samstag, dem 19. November 2016, um 16.25 Uhr auf dem Programm: Mit dem Schattenriss einer kämpferischen Frau im Boden des Arkadenhofs der Universität Wien thematisiert die Künstlerin Iris Andraschek unter dem Titel „Der Muse reicht‘s“ die zahlreichen Wissenschafterinnen, die lange Zeit im Schatten ihrer Institutionen standen.
In drei Teilen widmet sich die „zeit.geschichte“ im ORF-III-Hauptabend den letzten österreichischen Monarchen „Kaiser Franz Joseph“ (20.15 Uhr) und „Kaiser Karl I.“ (21.05 Uhr), bevor die ORF-III-Neuproduktion „Zum Himmel wir marschieren“ (21.55 Uhr) die berührende Geschichte einer Freundschaft erzählt, die kurz vor dem Ausgang des Ersten Weltkriegs ihr tragisches Ende fand.
Willi Resetarits aka Ostbahn-Kurti ist danach zu Gast in einer neuen Folge von „Denk mit Kultur“ (22.45 Uhr). Im Gespräch mit Gastgeberin Birgit Denk verrät der Musiker, warum sich unter seinen zahlreichen Auszeichnungen auch die des Sonderkuratoriums für Verkehrssicherheit befindet. Doch auch der zweite Gast, die Schauspielerin Ruth Brauer-Kvam, weiß zu überraschen: Sie outet sich zu ihrer Vergangenheit als Grufti und gibt der Sendung mit ihrer Interpretation des Evergreens „Schöner, fremder Mann“ einen besonderen musikalischen Abschluss.
Zum Auftakt des „Blue Bird Festivals“, das von 24. bis 26. November im Wiener Porgy & Bess stattfindet, zeigt Musikjournalist Klaus Totzler im Rahmen von „ORF III Spezial“ (23.40 Uhr) einen musikalischen Rückblick auf das vergangene Festivaljahr.

Exklusive musikalische Highlights hält ORF III schließlich am Sonntag, dem 20. November 2016, bereit: Um 12.15 Uhr präsentiert die „Erlebnis Bühne Matinee“ eines der begehrtesten Konzerte der Saison:
Die Wiener Philharmoniker spielen unter der Leitung von Zubin Mehta, begleitet von Starpianist Rudolf Buchbinder, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Auf dem Programm steht Johannes Brahms‘ „Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15“, Claude Debussys „La Mer“, drei symphonische Skizzen für Orchester, und Maurice Ravels musikalische Wien-Hommage „La Valse. Poème chorégraphique pour Orchestre“.
Anlässlich des 400. Todestages von William Shakespeare im April 2016 wurde Mark Twains satirische Abhandlung „Ist Shakespeare tot?“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Im Vorabend, um 19.20 Uhr, beschäftigt sich die gleichnamige Dokumentation mit der Frage, wie und warum der US-Schriftsteller zur Auffassung kam, dass Shakespeare nicht der Autor all seiner Dichtungen sein konnte. Passend dazu präsentiert „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ im Hauptabend die Shakespeare-Vertonung, die das Theater an der Wien für das Shakespeare-Jahr in Auftrag gegeben hat. „Hamlet“ (20.15 Uhr) des deutschen Komponisten Anno Schreier ist eine Version des Stoffes für das 21. Jahrhundert. Regisseur Christof Loy fokussiert seine Inszenierung auf die inzestuösen Beziehungen innerhalb der Königsfamilie – starbesetzt mit André Schuen, Marlis Petersen, Bo Skovhus, Theresa Kronthaler und Jochen Kowalski, unter dem Dirigat von Michael Boder.

„zeit.geschichte“-Abend am Samstag, dem 19. November 2016: „Kaiser Franz Joseph und der 1. Weltkrieg“ (20.15 Uhr), „Der selige Kaiser – Kaiser Karl I. von Österreich“ (21.05 Uhr), „Zum Himmel wir marschieren“ (21.55 Uhr)

Erinnerungen an Kaiser Franz Joseph sind in der öffentlichen Wahrnehmung meist auf zwei optische Ebenen reduziert: Die eine stammt aus den „Sissi“-Filmen: der verliebte, glückliche, junge Monarch an der Seite seiner Kaiserin, legendär dargestellt von Romy Schneider und Karlheinz Böhm. Die andere präsentiert den von Schicksalsschlägen geplagten greisen Monarchen mit dem weißen Backenbart, eine Typologie, die lange das Image des Staatsoberhauptes prägte. Anlässlich des 100. Todestages von Kaiser Franz Joseph am 21. November zeigt Andreas Novak in seiner Dokumentation „Kaiser Franz Joseph und der 1. Weltkrieg“ die historisch und politisch weniger bekannten Seiten des Monarchen.
Während der Name Franz Joseph für die stetigen Zerfallserscheinungen des Vielvölkerstaates steht, blieb seinem Nachfolger Kaiser Karl I. nur noch die Verwaltung der Konkursmasse und die Administration des Untergangs. Während seine Gemahlin, Kaiserin Zita, in einem prunkvollen Staatsbegräbnis in der Kapuzinergruft beigesetzt wurde, ruht der letzte Habsburger-Kaiser seit seinem Tod im Exil auf der Insel Madeira 1922 in einer kleinen Seitenkapelle der Kirche „Nossa Senhora do Monte“. Die Dokumentation „Der selige Kaiser – Kaiser Karl I. von Österreich“ von Gerhard Jelinek und Kurt Schmutzer folgt den Spuren des Habsburgers in der Gegenwart.
Den Abschluss macht Filmemacher Alfred Ninaus mit der berührenden ORF-III-Dokumentation einer Freundschaft zwischen dem Artilleriesoldaten Leopold Guggenberger und dem Fotografen Franz Pachleitner. Beide legten Zeugnis ab vom Alltag an der Kriegsfront – der eine in seinem Tagebuch, der andere anhand zahlreicher Fotografien. Der Tod Guggenbergers bei einem Flugzeugabsturz an der Südfront im Jahr 1918 markiert das Ende der Freundschaft, kurz vor dem Abschluss eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte.

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