Kucharowits: Wie können in Österreich hunderte Kinder verschwinden?

Zum Internationalen Tag der Kinderrechte fordert die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin „besonderen Schutz und Beistand des Staates“ für Kinder ein

Wien (OTS/SK) - Am 20.November ist der Internationale Tag der Kinderrechte, der an die Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 1989 durch die Vereinten Nationen erinnert und an dem verschiedenste Organisationen besonders auf die Bedeutung der Kinderrechte hinweisen. Österreich hat Teile der genannten Konvention im Jahr 2011 in ein Bundesverfassungsgesetz über die Rechte der Kinder übernommen und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Rechtssicherheit von Kinderrechten gemacht.****

Im Artikel 2, Absatz 2 des Bundesverfassungsgesetzes über die Rechte von Kindern ist geregelt, dass „jedes Kind, das dauernd oder vorübergehend aus seinem familiären Umfeld, welches die natürliche Umgebung für das Wachsen und Gedeihen aller ihrer Mitglieder, insbesondere der Kinder, ist, herausgelöst ist“ Anspruch auf „besonderen Schutz und Beistand des Staates“ hat.

Diesen Schutz fordert die Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ Katharina Kucharowits ein, wenn sie sagt: „Europaweit sind tausende, in Österreich hunderte Kinder abgängig, die einfach verschwunden sind. Vielfach wird von Kinderhandel ausgegangen, dem diese Kinder, häufig Mädchen und junge Frauen, zum Opfer fallen. Kinder sind Kinder und haben das Recht, in einer liebevollen Umgebung aufzuwachsen, ein Zuhause zu bekommen, dafür haben wir zu sorgen.“ Hier fordert die Abgeordnete die zuständigen Ministerien auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und zu prüfen, wie es sein kann, dass Kinder in Österreich einfach nicht mehr auffindbar sind.

„Wir haben 2011 ein Bundesverfassungsgesetz beschlossen, in dem wir festgehalten haben, dass wir Kindern Schutz bieten müssen“, spielt Kucharowits auf Artikel 2, Absatz 2 an, „dieser wird aber offenbar nicht gewährleistet.“ Die Umsetzung des Gesetzes liege bei der Bundesregierung und hier vor allem bei der Familienministerin und dem Innenminister. „Ich fordere die beiden Regierungsmitglieder dringend auf, sich mit dieser Frage zu beschäftigen, um in Zukunft zu verhindern, dass Kinder verloren gehen und so in Prostitution, Kinderehen oder auch in Kinderarbeit landen. Wir haben die dringliche Verpflichtung, Kinder genau vor solchen Dingen zu schützen!“, so die Abgeordnete. (Schluss) sc

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