Jungbauern zur Mindestsicherung: Sachleistungen ausbauen

Kast: "Gerechtigkeit für jene, die täglich ihre Leistung erbringen"

Wien (OTS) - Gestern hat der niederösterreichische Landtag Verschärfungen im Bereich der Mindestsicherung beschlossen. Diese sehen nicht nur eine generelle Deckelung, sondern auch einen Ausbau der Sachleistungen vor. Der Obmann der österreichischen Jungbauernschaft, Stefan Kast, zeigt sich über die Änderungen erfreut: "Nach Oberösterreich und Niederösterreich muss nun eine bundesweite Lösung her. Sozialminister Stöger soll seine Scheuklappen endlich ablegen und seinen Beitrag für ein gerechteres System leisten." Kast wünscht sich einen massiven Ausbau der Sachleistungen, wobei auch die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen erfolgen soll. Diese Maßnahme könnte vor allem den regionalen Greißlereien zugutekommen. Er fordert: "Nicht die Supermarktkonzerne, sondern die örtlichen Betriebe und Direktvermarkter sollten von den Änderungen profitieren!" Damit würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem man diese Sozialleistung anpasst und gleichzeitig einen Schub bei den regionalen Klein- und Mittelbetrieben auslöst, "die oftmals die letzten pulsierenden Adern in den Dörfern sind", weiß der 33-jährige Burgenländer.

Lebensmittelgutscheine vor allem bei Greißlereien und Direktvermarktern einlösbar machen

Die Jungbauern wünschen sich Gerechtigkeit für jene, die das System finanzieren. "Alle, die tagtäglich morgens aufstehen und in die Arbeit gehen, müssen verstärkt im Mittelpunkt der zukünftigen Politik stehen. Sie müssen von den Belasteten zu Profiteuren werden", meint Kast weiter. Er ruft die Bundesregierung zu einem Schulterschluss auf, um dieses Thema schleunigst abzuschließen. "Die Zeit drängt, die Arbeitnehmer und Selbstständigen warten schon zu lange auf eine Lösung", so der Jungbauern-Vertreter.

Studie belegt: Landwirte arbeiten oftmals sieben Tage in der Woche

Die Jungbauern verweisen weiters auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht der Statistik Austria, Titel:
"Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung". In diesem wird klar dargelegt, dass vor allem Beschäftigte und Selbstständige in der Land- und Forstwirtschaft eine Sieben-Tage-Woche stemmen müssen. "In der Arbeitswelt ist für viele Österreicher die Sechs- und Sieben-Tage-Woche nichts Ungewöhnliches" heißt es darin etwa. Laut dem Institut gilt für 258.000 Menschen (davon 119.400 Frauen) in Österreich die Sieben-Tage-Woche, zwei Branchen, die in einem hohen Maß davon betroffen sind, sind die Landwirtschaft sowie die Beherbergungsbetriebe und die Gastronomie. "Das zeigt eindeutig: Eine Änderung muss rasch her", so Kast abschließend.
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Generalsekretär der Österreichischen Jungbauernschaft
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