Don Bosco Flüchtlingswerk: Diskriminierung von Flüchtlingskindern beenden

Internationaler Tag der Kinderrechte: Seit Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention vor 27 Jahren werden die Kinderrechte von Österreich blockiert.

Wien (OTS) - Die UN-Kinderrechtskonvention verspricht allen Kindern unabhängig von Status, Religion, Herkunft und Geschlecht die Deckung von wesentlichen Bedürfnissen, Schutz und Beteiligung. Dazu Rafael Kirchtag, Vorstandsmitglied des Don Bosco Flüchtlingswerks, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von „Jugend Eine Welt“: „Leider hat sich die Situation unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge (UMFs) in diesem Jahr massiv verschlechtert anstatt verbessert. UMFs wurden von der Ausbildungspflicht bis 18 ausgeschlossen, der Familiennachzug wurde verschärft und umstrittene Methoden der Altersfeststellung werden nach wie vor angewandt.“

Kinderrechte umsetzen

Wer als junger Flüchtling in unser Land kommt, bleibt außen vor. „Flüchtlingskinder werden in erster Linie als Flüchtlinge gesehen, und nicht als Kinder“, empört sich Kirchtag und sagt: „Minderjährige Flüchtlinge haben ein Recht darauf, die Fürsorge und Betreuung zu erhalten, die ihnen laut UN-Kinderrechtskonvention zusteht. Dazu gehört auch das Recht auf Bildung und Ausbildung. Wird Jugendlichen die Bildung verwehrt, verwehrt man ihnen auch die Chance auf ein gelingendes Leben.“

Die Kinderrechtskonvention muss gesamt in den Bundesverfassungsraum gehoben werden, damit sich alle Kinder darauf berufen können. „Es ist an der Zeit, endlich alle Kinder gleich zu behandeln und im Flüchtlingskind das Kind und nicht den Flüchtling zu sehen. Die Politik ist gefordert“, so Kirchtag abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Rafael Kirchtag
Don Bosco Gasse 14, 1230 Wien
Tel: +43(0)676 877 27 759
Mail: rafael.kirchtag@donbosco.at
Web: www.fluechtlingswerk.at

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