Höher, weiter, schneller – bis zur Verletzung…

Orthopädie-Kongresstage in Wien: Sportorthopäden warnen vor zu ehrgeizigem Sport bei wenig (Vor-)Training.

Wien (OTS) - Wenn heute und morgen im Orthopädischen Spital Speising  in Wien dreihundert Orthopäden aus ganz Österreich im Rahmen der Kongresstage der Vinzenz Gruppe zum Thema „Sport“ konferieren, wird dieses Fachmeeting von aktuellen Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit überschattet:

Im Jahr 2015 wurden in Österreich 25.700 spitalsbehandelte Verletzungen beim  Wintersport registriert; rund ein Sechstel davon durch die Trendsportart Snowboarden.

Zu ehrgeizig, zu schnell, zu wenig trainiert

Was machen die Wintersportler also falsch? „Die meisten nehmen sich ganz einfach zu ehrgeizige Ziele in zu kurzer Zeit vor. Damit kommt es zu Verletzungen; entweder durch falsche Bewegungsabläufe, und somit Belastungen der Gelenke, oder durch Stürze. Medizinisch zu behandelnde Folgen können etwa Risse des Meniskus oder des Vorderen Kreuzbandes sein“, erläutert Univ.-Doz. Dr. Christian Wurnig, Leiter der Sportorthopädie-Abteilung in Speising und Präsident des Kongresses.

Trockentraining empfohlen

Wurnig rät in diesem Zusammenhang zu ausgiebigem Training vor dem Schifahren. „Selbst Schifahrer, die regelmäßig auf die Piste gehen, sollten mehrere Wochen vor dem Sport ein Trockentraining absolvieren, und dabei vor allem Kraft, Ausdauer, Koordination trainieren. Das senkt das Verletzungsrisiko enorm.“ Beispiele sind: Laufen in der freien Natur oder am Ergometer, sowie Krafttraining im Fitness-Center mit gut ausgebildeten Trainern, idealerweise Physiotherapeuten. Wurnig ergänzt augenzwinkernd: „Die Bergfahrt mit dem Schilift ist natürlich kein Aufwärmen“  

Vom „Ski-Daumen“ bis zum belasteten Rücken

An den Kongresstagen debattieren die Experten neben den erwähnten kniespezifischen Verletzungen auch noch die chronische Schulterinstabilität, den „Ski-Daumen“, die überbelastete Wirbelsäule, den Leistenschmerz und viele weitere Folgeerscheinungen des übertriebenen Sportes ohne Vor-Training. „Zusätzlich widmen wir uns den Themen Ernährung, Doping, der Rückkehr zum Sport sowie der Bewegungsanalyse, welche im Sport sehr wichtig ist“, zählt Wurnig auf.

Für die Experten ist bereits jetzt klar: Viele Sportverletzungen könnten durch das richtige Training vermieden werden. Dass dies leider nicht immer zu Herzen genommen wird, zeigt auch die steigende Zahl an sportorthopädischen Eingriffen im Orthopädischen Spital Speising.

Bildmaterial verfügbar unter www.vinzenzgruppe.at/presse

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