LHStv.in Prettner: „Ärztekammer-Nein ist Nein gegen eigene Ärzte-Klientel“

„Völlig unverständlich“ ist LHStv.in Prettner der Aufstand der Ärztekammern gegen neue Primärversorgungszentren

Klagenfurt (OTS) - „Es gibt weder einen Grund aufgebracht zu sein und schon gar keinen, die Patientinnen und Patienten zu verunsichern“, kann die Kärntner Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner den Aufstand von Ärzte-Vertretern nicht nachvollziehen. Bekanntlich stoßen sich Österreichs Ärztekammern gegen die 15a-Zusatzvereinbarungen zum Finanzausgleich. Vor allem laufen sie bei Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser Sturm gegen die Zweckwidmung von 200 Millionen Euro für den Aufbau von Primärversorgungszentren. „Diese Zweckwidmung ist ein großer Schritt in die Zukunft. Ein Schritt, der einerseits die Spitäler entlasten, andererseits den Patienten durch Wohnortnähe und lange Öffnungszeiten mehr Service bieten wird“, so Prettner heute, Donnerstag.

Die Primärversorgungszentren seien ein zusätzliches Angebot im niedergelassenen Bereich. Hier gehe es um eine Weiterentwicklung des medizinischen Angebots, nicht zuletzt im Sinne der Allgemeinmediziner. Umso unverständlicher ist Prettner die Blockade der Ärztekammer. „Gemeinschaftliche Hausarzt-Ordinationen kommen ja auch den Ärzten zugute: Sie entlasten im Arbeitsalltag, weil man sich Ordinationszeiten aufteilen kann.“ Ein Nein zu dieser zusätzlichen Nahversorgung sei ein Nein gegen die eigene Ärzte-Klientel, so Prettner.

„Offensichtlich sind die Drohungen der Mediziner Vorläufer des anrollenden Ärztekammer-Wahlkampfes“, mutmaßt die Gesundheitsreferentin. Wenn dem so sei, sollte man sich so rasch wie möglich der Verantwortung gegenüber der Patienten bewusst werden – und auf derartige Aufschrei-Kampagnen verzichten. „Jeder Arzt, der sich mit den fixierten Vereinbarungen im Finanzausgleich auseinandersetzt, muss anerkennen, dass die gesundheitspolitischen Maßnahmen eine flächendeckende und moderne Versorgung sichern“, sagte Prettner. „Im Hinblick auf die kommende Pensionierungswelle von Allgemeinmedizinern sind Primärversorgungszentren das Gebot für die Zukunft. Und mit dieser Zukunft müssen wir heute beginnen“, so die Gesundheitsreferentin.

Absolut kein Verständnis hat sie für die Behauptungen der Ärzte, wonach es zu einer Ausgabenkürzung kommen werde. „Das Gegenteil ist der Fall. Nachzulesen im Finanzausgleich.“

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