Oö. Träger des Anton-Benya-Preises gewürdigt – Projekt „Du kannst was“ ausgezeichnet

Linz (OTS) - Am Mittwoch wurden in der AK Oberösterreich jene Projekte und Persönlichkeiten aus unserem Bundesland gewürdigt, die heuer den Anton-Benya-Preis erhalten haben. Dieser nach dem langjährigen ÖGB-Präsidenten benannte Preis wird für besondere Verdienste um die Facharbeit verliehen. Auch ein gemeinsames Projekt der AK Oberösterreich, der WK Oberösterreich und des Landes Oberösterreich zur Anerkennung informeller Kompetenzen für den Lehrabschluss wurde ausgezeichnet.

Der Anton-Benya-Stiftungsfonds wurde 1972 anlässlich des 60. Geburtstages von Anton Benya (1912 – 2001) gegründet. Aus den Zinserträgen des Fondsvermögens werden alle zwei Jahre Haupt-, Einzel-, Förderungs- und Anerkennungspreise vergeben. Bisher hat der Stiftungsfonds die Aktivitäten der Preisträger/-innen zur Förderung der Facharbeit mit insgesamt 612.500 Euro unterstützt.

In der AK in Linz fand am Mittwoch ein Festakt statt, mit dem die diesjährigen Preisträger/-innen aus Oberösterreich besonders geehrt wurden. Die Verleihung durch ÖGB-Präsident Erich Foglar war im Oktober in Wien erfolgt.

Einen Hauptpreis erhielt BRP-Rotax in Gunskirchen. Das Unternehmen bildet seit 1954 Lehrlinge aus – eine lange Tradition. Es engagiert sich für auch die überbetriebliche Lehrausbildung. Das Ausbildungs¬konzept „Lehre Plus“ wurde mehrfach ausgezeichnet.

Auch die Lehrlingsakademie der Strabag AG in Linz empfing einen Hauptpreis. Sie war 2010 geschaffen worden, um die Winterpause für die innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung der Tiefbaulehrlinge zu nutzen.

Ein weiterer Hauptpreis ging an das Projekt „Du kannst was“, das die AK Oberösterreich gemeinsam mit der WK Oberösterreich und dem Land Oberösterreich betreibt.. „Du kannst was“ hilft bei der Anerkennung beruflicher Kompetenzen und beim Nachholen des Lehrabschlusses.

Thomas Führer wurde mit einem Einzelpreis ausgezeichnet. Er ist Trainer für Metallberufe im BFI Oberösterreich und Leiter der Metallausbildung im Bezirk Vöcklabruck. Ein Großteil der Aus-bildungseinrichtung wurde von Führer und seinem Team selbst geplant und gebaut.

Förderungspreise erhielten Franz Fürk, hochengagierter Ausbildungsleiter der Firma KTM Motorrad in Mattighofen, sowie die KTM-Betriebsratsmitglieder Fritz Lackerbauer und Andrea Sturm, die den Lehrlingswettbewerb nach Mattighofen geholt hatten. Einen Förderungspreis bekam auch Gerhard Stürmer, Lehrlingsausbilder bei der Stadt Linz, der mehrere Zusatzausbildungen absolviert hatte, um Lehrlinge mit integrativer Berufsausbildung betreuen zu können.

Ein Anerkennungspreis wurde Brigitte Auzinger verliehen, die beim Stadtamt Braunau beschäftigt ist. Durch ihren Einsatz konnten die Arbeitszeitmodelle und die Arbeitszufriedenheit verbessert werden. Hermann Schneebichler, Betriebsleiter im Freizeitzentrum Braunau, und sein Stellvertreter Josef Zeilinger haben wesentliche Energieeinsparungen erreicht und die Luftqualität gesteigert. Ihnen wurden ebenfalls Anerkennungspreise überreicht.

„Die Anton-Benya-Preisträgerinnen und -Preisträger zeigen deutlich, wie viel Innovation die Facharbeit einbringt“, betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. „Es ist höchste Zeit, dass Politik und Wirtschaft dieses wertvolle Potential angemessen schätzen und für günstige Rahmenbedingungen sorgen!“

Ein Bild dazu ist unter ooe.arbeiterkammer.at zum Download erhältlich.

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