Brunner: Enttäuschender Rupprechter-Auftritt in Marrakesch

Grüne: Österreich hat nichts anzubieten

Wien (OTS) - „Die für heute mit Spannung erwartete Rede von Umweltminister Rupprechter vor der UN-Vollversammlung der Klimakonferenz war enttäuschend“, urteilt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen. Zwar appellierte der Minister an die Staatengemeinschaft, dass „wir alle viel mehr tun müssen". Vorschläge und Angebote, was Österreich mehr tun wird, um den Klimawandel zu bekämpfen, blieb er aber schuldig.

„Die Ministerstatements hier in Marrakesch sollen helfen, die Dynamik für den Klimaschutz zu stärken und konkrete Antworten auf die Frage zu geben, wie die Anstrengungen jedes Landes verstärkt werden, die Ziele des Klimavertrags auch einzuhalten,“ erläutert Brunner und ärgert sich: „Der Minister hatte hier absolut nichts anzubieten. Wir haben von ihm kein Angebot gehört, sich an der internationalen Finanzierung angemessen zu beteiligen. Es gab kein Angebot, unsere Anstrengungen bei der Treibhausgasreduktion zu erhöhen. Es wurde nicht einmal das in Paris verkündete Ziel von 100 Prozent erneuerbarem Strom bis 2030 erwähnt.“

Der Minister gab in seiner Rede lediglich einen Statusreport der aktuellen Situation wieder – allerdings ohne das Thema CO2-Emissionen anzusprechen. Für die Zukunft verwies er lediglich auf die in Ausarbeitung befindliche Klima- und Energiestrategie 2030. „Andere Länder zu verstärkten Anstrengungen aufzurufen, wenn man selber nichts vorzuweisen hat – dafür braucht es schon besondere Chuzpe. Das war heute eine richtige ,Des Kaisers neue Kleider'-Situation“, sagt Brunner.

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