Bundesjugendvertretung fordert österreichweite Kindergrundsicherung!

Einschnitte bei Mindestsicherung bedeuten Bruch mit Kinderrechtskonvention.

Wien (OTS) - Im Vorfeld des Kinderrechte-Tages am 20. November kritisiert die Bundesjugendvertretung (BJV) die drohenden Einschnitte bei der Mindestsicherung: „Die anstehenden Maßnahmen wie die in Niederösterreich geplante Deckelung treffen gerade Familien mit Kindern besonders hart“, betont BJV-Vorsitzender David Neuber.
Der Vorsitzende warnt vor einem Bruch mit der UNO-Kinderrechtskonvention: „Österreich hat die UNO-Kinderrechtskonvention unterzeichnet, die das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard festschreibt. Die Bundesregierung und die Bundesländer haben hier eine Verpflichtung! Kinderrechte dürfen nicht nur auf dem Papier bestehen“, so Neuber.

Die BJV fordert, dass allen Kindern ein Aufwachsen in sozialer Sicherheit ermöglicht wird: „Es darf nicht sein, dass etwa arme Kinder in Niederösterreich weniger Unterstützung erhalten als in Tirol. Statt den Ländern die Verantwortung zu überlassen, braucht es eine bundesweit einheitliche Mindestsicherung, die allen in Österreich lebenden Personen ein soziales Netz bietet“, betont Neuber.
Die BJV geht noch einen Schritt weiter, erklärt Neuber: „Damit Kinder nicht von Armut betroffen sind, muss schon vorher angesetzt werden. Wir fordern eine universelle Kindergrundsicherung, die über Mindestsicherung und Familienbeihilfe hinausgeht und Armut von Kindern am effektivsten bekämpft!“

Der Vorsitzende verweist darauf, dass Armut nicht nur finanzielle Aspekte hat: „Das Aufwachsen in Armut hat dramatische Auswirkungen auf das Sozialleben, die Gesundheit und die Schulleistungen von Kindern. Je früher Menschen von Armut betroffen sind, umso schwieriger wird es, aus der Armutsspirale auszubrechen. Arme Kinder von heute sind die armen Erwachsenen von morgen“, erklärt Neuber.

Abschließend appelliert der Vorsitzende an die Bundesregierung und die Landeshauptleute, ihrer Verpflichtung nach Einhaltung der Kinderrechte nachzukommen und eine angemessene Versorgung von Kindern in unserem Land sicherzustellen. „Kinder in Armut aufwachsen zu lassen dürfen wir uns nicht leisten“, so Neuber.

Hinweis: Die BJV hat zum Thema Armut ein neues Positionspapier erstellt. Das Papier mit den detaillierten Forderungen ist in Kürze auf der Website www.bjv.at verfügbar.

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