Gewerkschaft vida: Mehr Geld für Bewachungsbranche

Woditschka: "Die Marschrichtung auf 1.500 Euro Mindestlohn stimmt!"

Wien (OTS/ÖGB) - Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 12.000 Beschäftigten im Bewachungsgewerbe zwischen der Gewerkschaft vida und dem Fachverband der gewerblichen Dienstleister sind abgeschlossen. Die Löhne steigen ab 1.1.2017 um durchschnittlich 1,37 Prozent, niedrige Einkommen werden stärker erhöht. Die Nachtzulage steigt um rund 17 Prozent.

Kräftige Erhöhung

Besonders zufrieden ist Ursula Woditschka, Sekretärin der Gewerkschaft vida, Fachbereich Gebäudemanagement, mit dem finanziellen Anstieg in der untersten Lohngruppe: "In der Verwendungsgruppe E ist uns die größte Erhöhung gelungen, knapp über zwei Prozent. Damit liegen wir aber immer noch sieben Euro unter einem Mindestlohn von 1.500 Euro", so Woditschka. "Das Plus von über zwei Prozent ist ein deutliches Signal dafür, dass die Arbeitgeberseite die Problematik der Branche erkannt hat. Gerade im Bewachungsgewerbe, wo zu unüblichen und familienunfreundlichen Zeiten gearbeitet werden muss, ist es wichtig auch mit einer ordentlichen Lohnsteigerung einen Anreiz zu schaffen, um die Beschäftigten in der Branche zu halten und der hohen Fluktuation einen Riegel vorzuschieben", so die vida-Gewerkschafterin.

Verbesserungen im Rahmenrecht

Die Sozialpartner haben sich auch auf Verbesserungen im Rahmenrecht geeinigt. "Besonders herausstreichen möchte ich, dass die Verfallsfrist in Betrieben, die keinen Betriebsrat haben, von vier auf sechs Monate erhöht wird", so Woditschka. Ansprüche wie nicht ausgezahltes Weihnachtsgeld oder ähnliches können jetzt also deutlich länger geltend gemacht werden. "Das ist eine deutliche Besserstellung für die Kolleginnen und Kollegen, die keinen Betriebsrat haben, der vorzeitig eingreifen kann und an ihrer Seite steht und sie unterstützt", sagt Verhandlungsleiter Johann Schwabegger.

Mit dem vorliegenden Verhandlungsergebnis zeigen sich beide zufrieden: "Gerade weil wir das Gefühl haben, dass die Devise aus der Wirtschaft heißt: 'Mehr als 1,2 Prozent dürfen es heuer nicht sein!'. Das kann nicht im Interesse der einzelnen Branchen sein, die ja auch schon selbst erkennen, dass ihre Beschäftigten mit den Lohn- und Rahmenbedingungen oft nicht zufrieden sind. Uns ist es wichtig, dass die Beschäftigten mit ihrem Einkommen auskommen und mit diesem Abschluss haben wir uns weiter deutlich in Richtung 1.500 Euro bewegt."

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