Rabmer-Koller: Sichere Finanzbasis der Krankenversicherungsträger als Ziel für kommende Generationen

Voraussichtlicher Gebarungsüberschuss ist wichtige Basis zur Finanzierung neuer Leistungen

Wien (OTS) - Mit Stand 15. November ist der vorläufige Gebarungsüberschuss von insgesamt 80 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2016 gegenüber der August-Prognose leicht angestiegen. „Mit Blick auf die aktuellen Finanzdaten können wir davon ausgehen, dass die Krankenversicherungsträger 2016 voraussichtlich positiv bilanzieren werden. Bei einem Finanzierungsvolumen von knapp 18 Milliarden Euro sind 80 Millionen Euro ein positives Signal, aber kein Grund, sich zurückzulehnen“, betont Ulrike Rabmer-Koller, Vorsitzende des Verbandsvorstands im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, bezugnehmend auf das Ergebnis der November-Prognose.

Bis auf drei Ausnahmen schreiben alle 14 Krankenversicherungsträger schwarze Zahlen. Man werde den eingeschlagenen Weg der Finanzkonsolidierung der Krankenversicherungsträger noch intensivieren und arbeite bereits an der Finanzstrategie für die Jahre 2017 bis 2020. „Wir haben zahlreiche Maßnahmen gesetzt, die sich positiv auf das Finanzergebnis auswirken. Ein Gesamtkonzept ist jedoch nötig, um die Sozialversicherung langfristig auf eine solide Basis zu stellen. Wir brauchen diese Stabilität, um neue Leistungen und Verbesserungen finanzieren zu können. Vor allem der Ausbau der Primärversorgung stellt eine große Herausforderung dar, denn ein Großteil dieser neuen, innovativen Versorgungsformen wird von der Sozialversicherung finanziert“, so Rabmer-Koller. Bund, Länder und Sozialversicherung hätten sich klar zum Konzept der Stärkung der ambulanten Versorgung bekannt und die Finanzierung der neuen Modelle zur Primärversorgung für die Patientinnen und Patienten sichergestellt. Insgesamt werden dafür über alle Kompetenzgrenzen hinweg in den kommenden Jahren 200 Millionen Euro investiert.

„Im internationalen Vergleich haben wir zwar ein sehr gut ausgebautes Gesundheitssystem, das jedoch teuer und nicht immer effizient ist. Um auch für unsere Kinder und Enkel eine qualitativ hochwertige, leistungsfähige und vor allem finanzierbare Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, müssen wir daran arbeiten, dass alle Krankenversicherungsträger sicher und ausgeglichen bilanzieren – und das aus eigener Kraft“, setzt Rabmer-Koller nach. Es gehe ihr darum, das österreichische Gesundheitssystem zukunftsfit zu gestalten – das reiche vom effizienten Einsatz der vorhandenen Mittel, laufender Anpassung und Modernisierung des Leistungsspektrums bis hin zu neuen Strukturen. Wie etwa der Abbau von teuren Doppeluntersuchungen, die Steigerung von Innovationen, der Einsatz von modernen Informationstechnologien oder die Sicherstellung aller Behandlungen am „Best Point of Service“. Das gelte im Besonderen für die Umsetzung der neuen Primärversorgung. „Neun von zehn Österreicherinnen und Österreichern setzten außerordentlich hohe Erwartungen in die neue Versorgungsform im niedergelassenen Bereich“, so Rabmer-Koller.

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall-und Pensionsversicherung Österreichs. Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,5 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige).

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